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Ergebnis 1 bis 29 von 29
  1. #1
    Avatar von Zweistein
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    Felge heißgelaufen - woran liegt's?

    N'abend,

    grad holte ich die Tochter vom Bahnhof ab und auf dem Rückweg fing die Lenkung vom Mchen vorsichtig an zu schlagen. Geräusch und Gefühl erinnerte mich dunkel an ein Erlebnis mit meinem alten Granada damals, bei dem sich das Radlager verabschiedet hatte.

    Zuhause angekommen Vorderräder kräftig gerüttelt - nix auffälliges, rechtsseitig roch's aber interessant und die rechte vordere Felge war richtig schön heißgelaufen.

    Gefühlsmäßig würd ich sagen, zernudeltes Radlager fühlt sich anders an - kann's 'ne festsitzende Bremse sein? (Wäre nicht das Ende der Welt, Scheiben und Beläge sind für'n TÜV nächstes Jahr ohnehin dringend fällig, wüsste halt nur gern ob noch andere potenzielle Probleme auf mich warten )

    Ist leider zu dunkel um viel mehr erkennen zu können so draußen im Carport.

    Freue mich über Tipps und Hinweise bevor ich in der Werkstatt auflaufe... (auch wenn ich bei _meiner_ Werkstatt eher nicht erwarte, dass die mir unnötige Reparaturen verkaufen)

    LG
    Jerry

  2. #2

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    Anheben, so dass betr. Rad frei drehen kann und dann von Hand drehen. Radlager merkt man. Ggf. schleifende Bremse, passt nicht wirklich zu plötzlich.

    Schleifende Bremse: Sattel in Bolzen schwergängig, Kolben schwergängig.

    Im Zweifelsfalle auch mal Rad abmachen, da merkt man einen Lagerschaden sehr deutlich, kann auch mal am Sattel rütteln.

  3. #3
    Avatar von Zweistein
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    Ok danke - ich schubs morgen früh mal'n Wagenheber drunter und schaue was mir auffällt wenn ich "am Rad drehe". Wenn's auf festsitzende Bremse rausläuft lass ich die gleich rundum machen, wären im August ohnehin komplett fällig, da bringt mich das ein paar Monate früher nicht um. In dem Fall würd ich auch nicht mehr versuchen, selbst was zu fummeln (bin da bei Bremsanlage sowieso lieber vorsichtig).

    Achso - das mit der Bremse könnte übrigens tatsächlich sein, das Schlagen in der Lenkung hörte beim Bremsen nämlich auf - vielleicht schleift wirklich nur ein Bremsklotz. Wäre bei dem Alter von Scheiben und Belägen trotzdem der Punkt wo man ran sollte... der alte Ferdi Porsche soll das zwar anders gesehen haben ("Fahren sollt's, ned bremsen!") aber ich verlass mich schon ganz gerne darauf dass die Schüssel stehen bleibt wenn ich das von ihr will.

  4. #4

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    Nabend,

    beim MX-5 isses ein gern vorkommender Klassiker, dass die Gleitbolzen fest sind.

    Der Schwimmsattel hat ja nur auf einer Seite einen Kolben.
    Die andere Seite wird sozusagen gegengehalten und wenn die Bremse "zumacht",
    muss sich die Seite ohne Kolben in Richtung Bremsscheibe bewegen.

    Wenn die Bremse wieder aufmacht, geht zwar der Kolben zurück, aber wenn sich der Sattel nicht auf den Bolzen bewegt,
    dann schleift auf einer Seite der Belag.

    Wäre einfacher zu reparieren als ein festgegangener Kolben.
    Gängig machen / sauber machen und schmieren.
    Empfehlenswertes Schmiermittel für die Gleitbolzen ist Silikon oder Bremskolbenpaste.

    Bin mal gespannt, ob darüber jetzt eine Diskussion entbrennt.

    Grüße
    HansHansen

  5. #5
    Avatar von Zweistein
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    Zitat Zitat von HansHansen Beitrag anzeigen
    Wenn die Bremse wieder aufmacht, geht zwar der Kolben zurück, aber wenn sich der Sattel nicht auf den Bolzen bewegt,
    dann schleift auf einer Seite der Belag.

    Wäre einfacher zu reparieren als ein festgegangener Kolben.
    Gängig machen / sauber machen und schmieren.
    Empfehlenswertes Schmiermittel für die Gleitbolzen ist Silikon oder Bremskolbenpaste.
    Hmm das klingt wie 'ne ganz einfache Lösung und auf jeden Fall 'n Versuch wert - wenn Chef morgen früh nicht zu sehr nervt sollte ich das schaffen; Rad runter, Chose anschauen, Silikonöl ist vorhanden (Lithiumfett wäre auch da, weiss nur nicht ob das da geeignet wär)

    Und wenn's dann immer noch zickig ist kann immer noch der Fachbetrieb ran. Wie gesagt, die Bremsen sind bereits jenseits von "schaffen's nochmal über'n TÜV" - Testlauf war zwar im Limit und im täglichen Gebrauch auch zuverlässig, aber dem Prüfer wird das Tragbild nicht mehr gefallen und viel Reserve ist bei den Belägen auch nicht mehr.

  6. #6
    Avatar von GAFCOT
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    Wenn's plötzlich auftrat, ist evtl. ein Teil des Bremsbelages rausgebrochen, das “justiert“ sich wieder, solange man bremst.
    Jörg

  7. #7
    Avatar von Zweistein
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    Ok ist auf jeden Fall die Kombination Bremssattel/Bremsklotz. Rad schleift leicht wenn man im aufgebockten Zustand dran dreht, sobald die Bremsen warmgefahren sind setzt das Flattern der Lenkung wieder ein, man hört auch deutliches Geräusch und beim Rückwärtseinparken an der Werkstatt rollte der Wagen auch nicht mehr frei.

    Steht jetzt in selbiger zwecks kompletter Durchsicht der Bremsanlage - zumindest vorn rechts scheint mehr als "nur" ein schwergängiger Bremssattel im Spiel. Solln'se nachschauen und mir sagen was der Spaß kostet...

    Nebenbei habe ich gestern noch zwei neue Steinschläge in der Frontscheibe bemerkt, gibt also eh 'ne größere Aktion (ein Glück hab ich mich belatschern lassen, TK für das Mchen abzuschließen - weil's so günstig war... Schaden ist mitten im Sichtbereich, da geht nur Austausch) - aber ok, ist off-topisch

    Ich werde berichten was kaputt ist/war und was die Jungs dagegen getan haben.

  8. #8
    Avatar von Chrystalwhite
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    Zitat Zitat von Zweistein Beitrag anzeigen
    Nebenbei habe ich gestern noch zwei neue Steinschläge in der Frontscheibe bemerkt, gibt also eh 'ne größere Aktion (ein Glück hab ich mich belatschern lassen, TK für das Mchen abzuschließen - weil's so günstig war...
    Als Tip:

    Hast Du mal gefragt, was eine Vollkasko Versicherung kostet ?

    Bei mir waren es keine 5,- mehr im Monat, das war es mir wert.
    93' NA, Kristallweiß, Leder, Sitzh., Koni, MAS....

  9. #9
    Avatar von Zweistein
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    Zitat Zitat von Chrystalwhite Beitrag anzeigen
    Als Tip:

    Hast Du mal gefragt, was eine Vollkasko Versicherung kostet ?

    Bei mir waren es keine 5,- mehr im Monat, das war es mir wert.
    Habe ich - da es Drittfahrzeug ist und ich entsprechend hoch anfangen müsste, hat's mir die Schuhe ausgezogen. Ich warte auf'ne vernünftige bezahlbare Youngtimer-Police, die sagten, 25 Jahre sei da die magische Grenze wo sie was machen können.

    TK-Schaden mit 150SB ist ok für 'ne 23 Jahre alte Scheibe - hätte nur gern passieren dürfen _bevor_ ich auf eigene Kosten die kaputte Windlaufleiste erneuert hab (die hätte den Scheibentausch nämlich nicht überlebt und hätte dann neu gemusst...) - andererseits, besser als Versicherungsschaden ist gar kein Schaden.

    Egal - die beste Versicherung ist immer noch die, die man nie in Anspruch nehmen muss. Eigentlich soll das Auto nur heile bleiben und Spaß machen.

  10. #10
    Avatar von Kwietsch
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    Zitat Zitat von Zweistein Beitrag anzeigen
    Ich werde berichten was kaputt ist/war und was die Jungs dagegen getan haben.
    Wie gut ist Deine Werkstatt, wie groß ist das Vertrauen?
    Ich würde zu 95% auf Gleitbolzen fest tippen und ich würde es zu 100% selbst reparieren wollen, weil ich in Werkstätten damit zu schlechte Erfahrungen hab ("Da muss der Sattel neu!" oder "Wir haben es gängig gemacht!", letzteres hielt von 12 bis mittag).

    Der Rost muss aus den Führungen raus, nicht einfach nur Fett rein! Der Rost verringert den Durchmesser der Führungen und wenn man da nicht reinigt, sind neue Bolzen auch bald wieder hin.
    Die alten Bolzen sind irgendwann so angegammelt, dass man sie besser mal austauscht, weil die Beschichtung auch runter ist, wenn man die sauber schleift.

    Kurz:
    Ich würde machen oder machen lassen:
    Bremsen zerlegen, Sättel und alle Führungen entrosten/reinigen, Gleitbolzen tauschen, ordentlich fetten und Nabenflächen entrosten/reinigen/fetten (Keramikpaste), Beläge/Scheiben neu. Dann ist Ruhe.

    Sollte es wider Erwarten ein Radlager sein. Vorne kein Problem, geht an der Bordsteinkante mit etwas Werkzeug und passenden Teilen (IL), hinten Spindel oder Presse notwendig.

  11. #11
    Avatar von Chrystalwhite
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    Ich tippe auch auf Gleitbolzen.

    Und ja: Die Gummitülle muss raus und die Bohrung entrostet werden, nur den Gleitbolzen reinigen ist nicht zielführend, das wissen aber viele Werkstätten anscheinend nicht.
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  12. #12
    Avatar von Zweistein
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    Zitat Zitat von Kwietsch Beitrag anzeigen
    Wie gut ist Deine Werkstatt, wie groß ist das Vertrauen?
    Ich würde zu 95% auf Gleitbolzen fest tippen und ich würde es zu 100% selbst reparieren wollen, weil ich in Werkstätten damit zu schlechte Erfahrungen hab ("Da muss der Sattel neu!" oder "Wir haben es gängig gemacht!", letzteres hielt von 12 bis mittag).

    Der Rost muss aus den Führungen raus, nicht einfach nur Fett rein! Der Rost verringert den Durchmesser der Führungen und wenn man da nicht reinigt, sind neue Bolzen auch bald wieder hin.
    Die alten Bolzen sind irgendwann so angegammelt, dass man sie besser mal austauscht, weil die Beschichtung auch runter ist, wenn man die sauber schleift.

    Kurz:
    Ich würde machen oder machen lassen:
    Bremsen zerlegen, Sättel und alle Führungen entrosten/reinigen, Gleitbolzen tauschen, ordentlich fetten und Nabenflächen entrosten/reinigen/fetten (Keramikpaste), Beläge/Scheiben neu. Dann ist Ruhe.

    Sollte es wider Erwarten ein Radlager sein. Vorne kein Problem, geht an der Bordsteinkante mit etwas Werkzeug und passenden Teilen (IL), hinten Spindel oder Presse notwendig.
    Also - Vertrauen zur Werkstatt sicherlich >= 99% - der Chef ist Onkel meiner Frau und mit dem Junior (logischerweise Cousin) komm ich auch ganz gut klar - der sagte ferndiagnosetechnisch so ziemlich das gleiche ("erst mal versuchen, komplett zu reinigen und wieder gängig zu kriegen") - die verkaufen mir nicht mehr als notwendig ist, wissen aber auch, dass ich mich nicht anstelle wenn es zur Vermeidung von doppelter Arbeit Sinn macht, Teile direkt zu tauschen. Sie sehen das Ding durch und rufen mich an bevor Kosten entstehen - aufgrund anderer Postings die ich gefunden habe stelle ich mich aber schon seelisch auf "Bremsscheibe ist auch hinüber" ein, denn die Farbe war eben schon etwas komisch als die Sonne draufstand (driftete ins bläuliche ab - es heißt, das wär so ziemlich das Todesurteil für 'ne Bremsscheibe) - und wenn eine fällig ist sind min. beide fällig. Und die hinten sehen, obwohl sie gut funktionieren, schon auf den ersten Blick (Tragbild) auch nicht mehr wirklich gut aus.

    Gut dass noch Taschengeld übrig ist... brauch ich nicht hungern falls es doch teurer wird

  13. #13
    Avatar von Kwietsch
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    Zitat Zitat von Zweistein Beitrag anzeigen
    Also - Vertrauen zur Werkstatt sicherlich >= 99% - der Chef ist Onkel meiner Frau und mit dem Junior (logischerweise Cousin) komm ich auch ganz gut klar - der sagte ferndiagnosetechnisch so ziemlich das gleiche ("erst mal versuchen, komplett zu reinigen und wieder gängig zu kriegen") - die verkaufen mir nicht mehr als notwendig ist, wissen aber auch, dass ich mich nicht anstelle wenn es zur Vermeidung von doppelter Arbeit Sinn macht, Teile direkt zu tauschen. Sie sehen das Ding durch und rufen mich an bevor Kosten entstehen - aufgrund anderer Postings die ich gefunden habe stelle ich mich aber schon seelisch auf "Bremsscheibe ist auch hinüber" ein, denn die Farbe war eben schon etwas komisch als die Sonne draufstand (driftete ins bläuliche ab - es heißt, das wär so ziemlich das Todesurteil für 'ne Bremsscheibe) - und wenn eine fällig ist sind min. beide fällig. Und die hinten sehen, obwohl sie gut funktionieren, schon auf den ersten Blick (Tragbild) auch nicht mehr wirklich gut aus.

    Gut dass noch Taschengeld übrig ist... brauch ich nicht hungern falls es doch teurer wird
    Ich sehe auch oft ein, dass ein Neuteil günstiger ist als 2 oder 3x Instandsetzung. Mein Hinweis zielt aber auf folgende typische Werkstatthandlung ab.
    Bolzen neu, gut eingefettet aber den Rost drin gelassen. Das sieht dann erst mal gut aus. Aber man kann ein Jahr später die Bremse wieder gängig machen, weil die neuen Gleitbolzen schon wieder hin sind. So Fahrzeuge hab ich in der Verwandtschaft und Bekanntschaft dann öfter mal hier stehen.

  14. #14
    Avatar von nuhun
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    Kann auch hängender Kolben sein.

    Hatte ich mal, fuhr eines schönen Samstag hinter einem Corsa her. Beim Corsa waren die Bremsleuchten auf Dauer-An. Und bei mir im NA stank es nach abrauchenden Belägen. Alles klar eigentlich.

    Nur, als der Corsa abbog und der Gestank nicht verschwand, machte mich das stutzig.

    In der Tat, Sattel vorne rechts hing, die Bremse war schön heiss und müffelte. Nicht der Corsa, ich war der Stinker.

    Gleitbolzen waren vorbildlich, Kolben war korrodiert.


    Ist dank Stammtischruder Harald aus der Welt geschafft worden. Beide Sättel vorne revidiert. Der linke war auch schon grenzwertig.

    Ist natürlich eine Sache von Beziehungen. Hat man die nicht, dann neue Sättel. Zu entsprechenden Preisen.

    Notorischer Ex-Schwarzfahrer. Jetzt mit Bienchen.

  15. #15

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    Autohaus Willbold restauriert Bremssättel. Als Komplettangebot. Wenn eh' zu erwarten sind, alles einmal gemacht werden muss, ist das Angebot durchaus teuer, aber immer noch preiswert:
    http://www.auto-willbold.de/Werkstattangebote.htm
    Cheers, Martin

  16. #16
    Avatar von Zweistein
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    Guter Ansatz - aber in diesem Fall lt. Werkstatt relativ aussichtslos, der Bremssattel ist wohl wirklich durch und muss neu. Zum Glück nur der eine.

    Ansonsten nur Bremsbeläge vorn, was absehbar war. Scheiben definitiv noch gut. Bessere Nachrichten als ich befürchtet hatte, auch wenn der eine Sattel ins Kontor haut.

    Nebenbei gönn ich mir die Seitenscheiben neu (weil fürchterlich zerkratzt - und wenn schon dank Kieselregen 'ne neue Frontscheibe kommt...) - dabei ergab sich nicht ganz überraschend, dass die Türdichtungen auch neu sollten - ich hatte nicht auf dem Schirm, dass die Fensterführung und die Türdichtung ein komplett umlaufendes Teil sind - nu weiss ich's, und auch was die Dinger kosten. Werkstatt ist dabei so vernachlässigbar teurer als IL dass ich mir die Diskussion gespart hab und das in einem Rutsch erledigen lasse. Is' ja mein Auto und soll's auch noch lange bleiben

    Einige Leute kaufen neue Autos am Stück - andere machen das häppchenweise... *flöt*

  17. #17

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    So teuer sind die Sättel (aufgearbeitet) doch gar nicht?!

  18. #18
    Avatar von Zweistein
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    Zitat Zitat von Tester Beitrag anzeigen
    So teuer sind die Sättel (aufgearbeitet) doch gar nicht?!
    Aufgearbeitet nicht - neu schon. Kommt auf die Philosophie und die Werkstatt an. Will die Werkstatt volle Gewährleistung auf ein aufbereitetes Teil geben?

    Unter'm Strich ist das Neuteil zwar teurer, aber jetzt auch nicht sooo teuer, dass ich mir deswegen graue Haare wachsen lasse. Gerade bei der Bremsanlage hängt ja noch ein wenig mehr als die paar Euro für das Bauteil daran. Bei der nächsten Bergabfahrt plötzlich ein Problem zu haben, zum Beispiel...

  19. #19

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    Klar, muss jeder selbst entscheiden. Professionell aufgearbeitet Sättel verwende ich bedenkenlos, hatte auch bisher keine Probleme damit. Die vorderen Sättel sind von sehr einfacher Bauart.

  20. #20
    Avatar von pit von DO
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    Zitat Zitat von Zweistein Beitrag anzeigen
    Aufgearbeitet nicht - neu schon. Kommt auf die Philosophie und die Werkstatt an. Will die Werkstatt volle Gewährleistung auf ein aufbereitetes Teil geben?

    Unter'm Strich ist das Neuteil zwar teurer, aber jetzt auch nicht sooo teuer, dass ich mir deswegen graue Haare wachsen lasse. Gerade bei der Bremsanlage hängt ja noch ein wenig mehr als die paar Euro für das Bauteil daran. Bei der nächsten Bergabfahrt plötzlich ein Problem zu haben, zum Beispiel...
    Das ist aber eine merkwürdige Philodingens!

    Auf jeden Fall muss es ein Neuteil sein, aber auf der anderen Seite bleibt der alte Sattel drin.....

    Vielleicht solltest Du Dir doch graue Haare wachsen lassen!

  21. #21
    Avatar von Zweistein
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    Zitat Zitat von pit von DO Beitrag anzeigen
    Das ist aber eine merkwürdige Philodingens!

    Auf jeden Fall muss es ein Neuteil sein, aber auf der anderen Seite bleibt der alte Sattel drin.....

    Vielleicht solltest Du Dir doch graue Haare wachsen lassen!
    Wieso? Wenn der andere die Funktionsprüfung bestanden und keine Probleme gemacht hat? Wenn einer kaputtgeht muss doch der andere nicht zwangsläufig auch hinüber sein?

    "Wenn, tausche ich immer symmetrisch alle betroffenen Teile" fände ich die bedenklichere Philosophie - zumindest soweit es den Geldbeutel betrifft. Wenn ich neben der Funktion auch die neue Optik haben wollte, wäre das vielleicht was anderes, aber Bremssättel sind für mich eher nichts, was ich anschauen will sondern etwas, das im Bedarfsfall seinen Job machen muss.

    Dass in dem Zuge die Bremsklötze beidseitig als "im Grenzbereich" befunden und deswegen mit ausgewechselt werden, steht auf 'nem anderen Blatt - das sind nunmal reine Verschleißteile. Gut, dass es nur bei zwei kurzen Fahrten "dauergebremst" hat, sonst wären die Scheiben bzw. zumindest die rechte auch noch hinüber gewesen.

    Solltest Du trotzdem denken, dass ich irgendwo einen Fehler im Konzept habe - ich lass mich gern korrigieren

    Und ja, ich bin wirklich überzeugt, dass die da nur austauschen was mit gründlich säubern und warten nicht wieder brauchbar zu kriegen ist. 'ner Werkstatt, die mir teure unnötige Reparaturen andreht, wäre ich nicht seit über 20 Jahren treu geblieben.

  22. #22
    Avatar von pit von DO
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    Ich habe etliche Bremsen an den Mxen gemacht und ich habe bei keinem (bei keinem!) gesehen, dass ein Sattel defekt ist und nur die andere Fahrzeugseite noch OK ist!

    Die Wagen wurden mMn in keiner Werkstatt, erst gar nicht bei Mazda, korrekt gewartet und dementsprechend sehen die Sättel auch aus!

    Wenn ich auf einer Seite einen neuen Sattel einbaue, dann muss die andere Seite zumindest neuwertig sein und das glaube ich bei einem real existierendem MX-5 nicht.

    Außerdem würde ich gerne wissen, wie man einen Bremssattel überprüfen kann!
    Zerlegen, reinigen, vermessen und danach die immer noch alten Dichtungen wieder einbauen???

    Oder eine Sichtprüfung?

    Ganz ehrlich, das würde mich schon interessieren!



    Aber egal, ich muss ja nicht damit fahren.

  23. #23

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    Bei meinem NB war rein optisch tatsächlich nur ein Sattel (konkret der Kolben) "ungut" , hatte eine Rostmarke (zu lange gestanden). Aber nach fast 20 Jahren fand ich den Austausch beider Seiten sinnvoll (aufgearbeitete Sättel). Will das Auto ja länger fahren und momentan sind diese Sättel ja noch leicht zu bekommen.
    Dabei habe dann halt auch Schläuche etc. getauscht, wobei dei Mazda Teile wirklich noch gut aussahen. Das überrascht mich immer wieder, hätten die den Korrosionsschutz nur auch so gut hinbekommen..........

  24. #24
    Avatar von Zweistein
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    Das Mchen ist gerade heimgekehrt, und was soll ich sagen - ich habe meiner Werkstatt zu recht vertraut. Baugleichen Neu-Sattel aus'm Zubehör-Großhandel verbaut (also einziger erkennbarer Unterschied: Keine "Mazda-Tüte" drumherum) - statt 250 (oder so in dem Dreh) "nur" 128 Euro plus Steuer. Dafür kann man m.E. einen alten schon fast nicht mehr aufbereiten - jedenfalls hat's mich gefreut dass es günstiger als befürchtet wurde
    Alles bremst wieder gut (naja, hat's vorher auch, bloss mehr als es sollte) und nix läuft mehr heiß.

    Auch ansonsten hat sich's gelohnt - mit dem neuen, unzerkratzten Glas fährt sich's im Dunkeln doch für ein paar Mark sicherer (nur so am Rande). Und an der Verdeckdichtung suppt nun auch nix mehr rein weil die Fenster korrekt eingestellt sind.

    Dann fang ich jetzt mal an, Taschengeld zu sparen - beim Karosserie-Checkup sind (wie befürchtet/erwartet) noch Altlasten an den Schwellern festgestellt worden - aber ich hatte ja Schweißarbeiten und Lackierer eh für nächstes Jahr auf'm Plan weil die hinteren Radläufe gammeln. Restliche Substanz ist aber ohne Befund. Muss ja auch gute Nachrichten geben

  25. #25
    Avatar von nuhun
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    Bremssättel wechsele ICH achsweise aus - prinzipiell.

    Ausnahme: Der Karren muss mal eben quick & dirty zum Laufen gebracht werden. Aber das ist dann nichts für die Ewigkeit.

    Aber es ist dein Bier. Will da nicht besserwissen. Dein Auto.

    Notorischer Ex-Schwarzfahrer. Jetzt mit Bienchen.

  26. #26
    Avatar von Kwietsch
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    Zitat Zitat von Zweistein Beitrag anzeigen
    Baugleichen Neu-Sattel aus'm Zubehör-Großhandel verbaut (also einziger erkennbarer Unterschied: Keine "Mazda-Tüte" drumherum) - statt 250 (oder so in dem Dreh) "nur" 128 Euro plus Steuer. Dafür kann man m.E. einen alten schon fast nicht mehr aufbereiten)
    Ich als notorischer Schwarzseher (sorry dafür) hoffe ja, dass was qualitativ gutes genommen wurde.
    Ein "gutes" E-Teil würde ich selbst auch noch eher verbauen, als was altes aufzuarbeiten.

    Leider hab ich auch schon mit billigen Nachrüstsätteln schlechte Erfahrung. Nicht mein Auto, aber ich hab es nach zwei Selbstversuchen des Besitzers reparieren können. Statt Serie ATE Sattel einen nagelneuen ATEC (ein Schelm wer beim Namen böses denkt) von ATP Autoteile verbaut, nach nicht mal 50km fiel das Pedal durch weil das Ding undicht war. Reklamiert, ausgetauscht, nach 200km gleiches Spiel.
    Ich hab dann nen Sattel von meinem AG verbaut und seither ist Ruhe.
    Und ich hatte noch gewarnt, weil ich mal mit nem VSS Sensor von ATEC beim Focus Stress hatte.

  27. #27
    Avatar von mx88
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    Zitat Zitat von pit von DO Beitrag anzeigen
    Ich habe etliche Bremsen an den Mxen gemacht und ich habe bei keinem (bei keinem!) gesehen, dass ein Sattel defekt ist und nur die andere Fahrzeugseite noch OK ist!

    Die Wagen wurden mMn in keiner Werkstatt, erst gar nicht bei Mazda, korrekt gewartet und dementsprechend sehen die Sättel auch aus!

    Wenn ich auf einer Seite einen neuen Sattel einbaue, dann muss die andere Seite zumindest neuwertig sein und das glaube ich bei einem real existierendem MX-5 nicht.

    Außerdem würde ich gerne wissen, wie man einen Bremssattel überprüfen kann!
    Zerlegen, reinigen, vermessen und danach die immer noch alten Dichtungen wieder einbauen???

    Oder eine Sichtprüfung?

    Ganz ehrlich, das würde mich schon interessieren!



    Aber egal, ich muss ja nicht damit fahren.


    Hallo,

    Bremssättel werden gerne mal erneuert!

    Der Kunde zahlt ja.
    Bei unserem Mondeo Baujahr 2004 (ca. 230.000km) kamen bis 2016 hinten links 4 neue vom Ford Service rein.
    Das muß mir mal einer erklären wie hier innerhalb von 10 Jahren 4x der Bremssattel neu muß!



    Als mein Sohn den mir vor die Tür stellte hatte er gerade wieder einen neuen Sattel un gerade neuen Werkstatt-KÜS.

    Bei meiner Probefahrt stellte ich fest: "Mit der Bremse stimmt was nicht"!

    Also nach Mayen zum TÜV und Mängelbericht dann der Werkstatt die Möglichkeit zur Nachbesserung eingeräumt:

    ---------------------------------

    Mängel:

    108-EM-Feststellbremse ungleichmäßig

    121-EM-Bremsleitung mittlere Ausführung unzulässig

    121-EM-Bremsleitung hinten Ausführung unzulässig

    121-EM-Bremsleitung Kunifer Leitung sowie Schneidringverbindung nicht zulässig, bitte ersetzen

    ebenso wurde die Auspuffanlage als schief beurteilt da das Flexrohr, welches von Ihnen am 14.6.16 mit 167,60 berechnet wurde, nicht ordnungsgemäß eingebaut wurde. - Diese schlägt an der Karosse an!


    Hiermit möchte ich Ihnen die Möglichkeit zur Nachbesserung geben.
    -----------------------------------------------------------------

    Angepisst waren sie, jedoch haben sie auch nicht nach Vorschrift des Fahrzeugherstelleres gearbeitet und hatten somit keine Chance!

    Von perfekterNA war hier mal eine Doku über die hinteren Bremssättel sehr verständlich aufgeführt!
    http://mx-5.de/forum/showthread.php?...el+Hinterachse

    Wer sich also bei so lebenswichtigen Dingen wie Bremsen am Fahrzeug auf die Fachleute verlässt.........

    Gruß
    Helmut

    Nachtrag:
    Die Fachwerkstätten, welche einen neuen Bremssattel für nötig hielten, waren in Mainz, Geislingen, Plochingen und Mendig!

    Preise: ca. 450,- für Sattel plus 250,- für Einbau!
    Geändert von mx88 (Gestern um 10:38 Uhr)

  28. #28
    Avatar von Zweistein
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    668
    Ich versteh' Euch ja

    Wenn ich Zeit hätte - mein aktueller Job frisst mich gelegentlich so an, dass ich durchaus Spaß daran hätte, was komplett anderes zu machen (auch wenn ich weiß, dass man im Kfz-Handwerk eines gewiss nicht wird: reich...) - und auch allein hobbymäßig hätte ich keine Schmerzen damit, mich einzusauen und so'n Auto mal komplett zu zerpflücken und instand zu setzen - aber ich müsst' mich jetzt schon teilen, ohne dass das "on top" kommt.

    Also brauche ich 'ne Werkstatt, auf die ich mich verlassen kann (und glaube, eine solche zu haben - ich weiß von anderen Werkstätten hier in der Gegend Horrorstories dass ich weiss wie es auch anders geht.

    Dass Ihr mit deutlich mehr Schraubererfahrung auch wisst, welche Teile u.U. grundlos, fehlerhaft oder vom "falschen" Hersteller verbaut werden, sehe ich ein und nehme die Tipps gerne mit. Ich habe allerdings auch den alten Grundsatz verinnerlicht "if it ain't broke, don't fix it" - man kann auch Dinge ohne Not kaputtreparieren (und bei umsatzorientierten Werkstätten auch kaputtreparieren lassen).

    Das Mchen muss im August zum TÜV und ich erwarte eine schonungslose Prüfung - wenn da irgendwas nicht koscher ist, will ich das schriftlich haben. Das, was ich schon als "grenzwertig" kenne, wird vorher gemacht. Ist allerdings nunmehr überschaubar (eigentlich "nur noch" Blech und Lack, wobei den TÜV nur ersteres interessieren wird, das allerdings gründlich)

    LG
    Jerry

  29. #29

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    Bedenke: Wer am Weg baut, hat viele Meister.

    Im beruflichen Rückblick muss ich sagen: Da sollte man schon schauen, dass es stimmt. Und wenn man den Eindruck, es stimmt nicht, dann sollte man ruhig und mit Bedacht (also nicht überstürzt) schauen, was es so an Möglichkeiten gibt und Veränderungen nicht scheuen. Immerhin hat man ja nur ein Leben.

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