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projekt-mx5.de

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  1. #1

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    Projekt "Maria": MX5 NA zur Perfektion restauriert und etwas optimiert

    Hallo allerseits

    Da mein MX5 er seit Herbst 2021 endgültig fertig ist (und das alte Forum abgeraucht ist) hab ich mich entschieden zumindest "Eckpunkte" hier mal runterzuschreiben, Stück für Stück. Das ganze Projekt verschlang rund 4.5 Jahre und eher ein paar 1000 als ein paar 100 Stunden, und alle der hunderten von Fotos werd ich hier nicht reinsetzen. Aber vielleicht ists für den ein oder anderen ganz interessant (und taugt vlt als Nachschlagewerk), Nachfragen/Feedback immer erwünscht

    Die "Vorgeschichte" zitiere ich mal aus meinem Vorstellungsbeitrag:

    In 2016 entschied ich, dass ich einen MX5 haben MUSS.
    Hatte schon immer auf der "Shoppingliste" gestanden, dann bin ich bei 'ner Alpenreise im 75PS Golf eine Woche lang zwei NAs von Freunden hinterhergefahren.
    Damit war's entschieden.
    Der Plan:
    3000€ Budget, also auf einen NA kaufen, über den TÜV wuchten und Spaß haben.
    Ja....nein.
    Ein bisschen hat's gedauert, dann schlug ich Ende März 2017 zu.
    Ein schwarzer 94er NA, der zuletzt als Garagendeko gedient hatte.
    Angerufen (nicht der erste Anrufer), am Telefon gekauft, Vertrag hin und hergefaxt, Geld gePaypal-ed, und ein paar Tage später kam "Maria" hier oben in Hamburg an.


    Bandlauf am 8.6.94, ausgeliefert August 1994 in der Nähe von Nürnberg, später nach München verkauft worden. 1.8er "Übergangsmodell" mit NA6/NA8 Teilemix ab Werk, schwarz auf schwarz, ab Werk mit ABS, Servo, Fahrerairbag und Hardtop.
    Der Vorbesitzer konnte seinen Wunsch-Mazda kaum fahren bevor Nachwuchs Rücksitze forderte.


    2017
    Beim Kauf waren die bitterbösen Bastelideen groß. Tiefer, breiter, innen leerräumen oder doch auf Retro? Oder modernisieren?
    Erstmal anschauen. Relativ seltenes Übergangsmodell, keine 90k Kilometer, ein dicker Ordner Unterlagen, trotz extremem Rost guter Zustand.
    Aaaalso alle Pläne weggeworfen und für "Restauration" entschieden.
    Die Liste war lang. Schwerer Rost, Bremse fest, Dach kaputt, Auspuffleck, bald 10 Jahre alte Räder, schwerer Rost, zickige Elektrik und hab ich schon Rost erwähnt?
    In meiner Familie waren Spaßautos traditionell BMW, also musste ein dreckiger, rostiger Mazda mit dem Hintergarten vorlieb nehmen.
    Rost war die drängendste Problematik, also wurde erstmal gestrippt:



    Und kaum war der Wagen meiner verließ er mich schon wieder, auf zum Karosseriebauer, "einmal alles", und dabei möglichst viel originales Blech erhalten.


    Rost war irgendwann schonmal gemacht worden, aber seeeehr dürftig an der Grenze zum "war der TÜVler blind?"-Flickwerk mit großzügiger Spachtelei. Selbst das Panel zwischen den Frankenstein-Bolzen war gespachtelt worden.....
    Das wurde alles behoben und neu gemacht, zum Schluss gabs neuen Lack in der originalen Farbe inklusive "Gänsehaut" an den Flanken, wie's sich halt gehört. In der Zwischenzeit überholte ich diverse Kleinteile, als Taschengeldprojekt wollte ich jeden möglichen Pfennig sparen. Der Blechschneider war teuer genug, nur hatte ich noch nie ein Schweißgerät angefasst. Also wurden alle möglichen Kleinteile die ich vorm Abtransport abgezupft hatte mit Drahtbürste und Drahtrad (ist der "Spitzname" heutzutage noch erlaubt?) entrostet und mit Hammerite lackiert. Hier und da musste etwas gebastelt werden, etwa bei den Schürzenversteifungen/Montageplatten, bei denen zwei Bolzen durch oxidationsbedingte Abwesenheit glänzten. Schwerer Rost, Hardtop ab Werk, unbekannte Alufelgen im Schein. Man darf Winterbetrieb vermuten.


    Lackiert war dann alles wieder hübsch:


    In der Zwischenzeit kam auch der Überollbügel an, die Wahl viel auf TR-Lane aus England mit einer Einzelnen Diagonalstrebe. Nicht zu massiv, aber stabiler als die verchromten Mausefallen. Und laut meinem TÜVler einer der ersten in Deutschland, denn die Eintragung ist...schwierig. Aber dazu später mehr.
    Nach zwei Monaten durfte ich den WAgen wieder abholen, die solide Basis war gesetzt. Aber das Budget war komplett verbraucht. Whups.

    Ist der Trailer nicht putzig?
    Den Rest des Jahres wurden noch ein paar Kleinteile weiter aufgearbeitet, die Diskussionen mit dem TÜV um den Bügel begannen (ich wollte nicht das 2fache für einen hiesigen zahlen), es wurde gespart und ein Kredit-Plan mit den Eltern ausgearbeitet.
    Immerhin durfte der MX5 nun das er keine braune Pulverspur mehr hinter sich herzog in die Garage einziehen, im selben Schritt wanderte das Hardtop an eine "Halterung" an der Garagenwand. Endlich nicht mehr schrauben auf Kopfsteinpflaster!

    2018
    Das neue Jahr began damit das die alten Reifen von den Felgen gepult wurden, die Pneus waren trotz Alter (3908) eigentlich noch brauchbar also fanden sie über eBay eine neue Heimat. Die lädierten Felgen wurden vom Fachbetrieb feingestrahlt und anschließend lackiert und mit neuem Gummi bezogen. Pulvern ging nicht da die Plastik-Nabendeckel das nicht mitmachen.
    Statt diverser empfohlener Sportreifen und Semislicks fiel die Wahl auf Hankook Ventus Prime 3 in 195/50 R15, zum reichlichen Spott der Gemeinde.

    Mit den Reifen beim Lackierer sollte die hoffnungslos vergammelte Bremse runter, 3 von 4 Scheiben machten da auch mit. Schraube ins vorgesehene Loch, Scheibe von der Nabe drücken, fertig. Bei der 4. Schraube zog ich stattdessen das Gewinde aus der Scheibe, beim 2. Versuch brach die Bremsscheibe.



    Verschiedene Hämmer sowie der Einsatz väterlicher Muskelkraft überzeugten den blöden Blechteller auch nicht, also wurde sich von Mutti der Butanbrenner aus der Küche geborgt. Ordentlich die Scheibe aufgeheizt, DANN den Vater mitm Großen Hammer draufhauen lassen, *PLOP* ab war das Mistding. Nicht professionell, aber funktioniert.


    War aber auch wirklich tot-tot die Bremse, ein Wunder das die Räder drehten.


    Scheiben und Sättel mussten neu, Beläge natürlich auch, aber die Bremsbelags-Halterungen sollten bleiben.
    Also durfte ich wieder entrosten, TA-GE-LANG.
    Drahtbürste, Miniflex, Kartoffelschälmesser.
    Ein dezenter "Schnauze voll"-Gesichtsausdruck kam da von ganz allein. Aber hey, neukaufen kann jeder.


    Die fertigen Teile wurden wieder mit Hammerite lackiert, dieses Mal in glanzsilber:


    Die aufbereitet gekauften Sättel waren...mäßig, also wurde gewaschen, grundiert (hehe, alles rot) und dann lackiert, auch in silber. Die Federklemmen für die Beläge kamen neu.

    Das waren die Bremsen, im nächsten Beitrag gehts an Verdeck und Motorraum sowie Kofferraum.

  2. #2

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    Schön zu lesen, bin schon auf die Fortsetzung gespannt.
    Schade dass du dich so mit den rostigen Teilen gequält hast, es gibt im www jede Menge Anleitungen, wie man sowas mittels Elektrolyse einfach rostfrei bekommt. Nächstes Mal dann.

  3. #3

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    Mit neuen Bremsen draufgesteckt und den neuen Rädern war Maria wieder rollfähig, zwischenzeitlich, und zog von einer Garage in die andere. Notiz: Niemals alle Fahrwerksschrauben im aufgebockten Zustand anziehen, aus meinem MX5 wurde ein CX5


    Zuerst stand der Bremskrafverstärker an. Funktionierte, war aber angegammelt da mal Flüssigkeit ausgelaufen war. Der Krümmer war grad rausgeflogen um das Auspuffleck anzupacken, also war wenigstens etwas Platz in der Bude.
    Ein wenig freigeräumt den Kasten, den Rost geschliffen, die Beschriftungen abgeklebt, und (außnahmsweise nicht mit gepinseltem Hammerite) lackiert. Wunderbar

    [IMG]https://i.postimg.cc/cLspvFQZ/3.jpg[IMG]


    Bei der gelegenheit dann gleich noch die verchromte Vakuumleitung an der Spritzwand aufpoliert und die angegriffenen Scheibenwischer mit lackiert. "Wenn man schon dabei ist, dann kann man ja auch noch".
    Parallel wurde der Krümmer ausgebaut, das Leck auf die untere UND obere Dichtung lokalisiert. Immerhin kein Riss. Planen lassen war nicht im Budget, ersetzen nicht geplant, also wurde die elterliche Küche beschlagnahmt, mit einer wunderbar flachen Granit-Arbeitsplatte
    Ein großes Blatt Schleifpapier und ruck-zuck glänzste der Krümmer wieder. Auspufflack auf den Krümmer, das Hitzeschild bekam silbernen Lack (ja, werde ich bereuen), und die Schrauben wurden überholt/teils ersetzt.




    Zwischendurch wollte eine Chassis-Masse hinten im Motorraum entrostet werden, und so entwickelte ich "Frankenstein":


    Bei der Teil-Montage fand ich heraus das ein Seitenblinker-Kabel abhanden gekommen war, und der Kabelplan zum Auto ging hilfreicherweise von "Airbag oder Seitenblinker" aus (Grüße von den Amis). Also wurde der Kabelverlauf wohlwollend geschätzt, und ein absolut toter Mazda beim Schrottplatz spendete den nötigen Stecker.
    Zwischendrin versuchte ich mich am Sandstrahlen für ein paar letzte Kleinteile, eine unlustige Sauerei für die ich in Zukunft jederzeit gern Fachleute bezahlte

    Ausgelaufene Batteriesäure, Wasser (?) und scheinbar Blut (laut der Suppe die aus dem Teppich kam) hatte den Kofferraum rosten lassen, zusammen mit tausenden Metallkügelchen die sich in der Mulde fanden. Also wurde entrostet und lackiert, sowohl der Kofferraum als auch der Wagenheber erstrahlten bald in neuem Glanz. Dem Teppich rückte ich mit Shampoonier-gerät und Kärcher zu Leibe bis nur noch klares Wasser rauskam.



    (Sieht auf dem Foto schlimmer aus als in echt).


    Im Herbst flog dann endlich das alte, löchrige Verdeck raus, ersetzt durch ein neues mit "Regenrinnen" über den Fenstern (falls der Wagen mal Regen sieht) und ohne Zipper von Ex-Karmann (Cabriozentrum Osnabrück). Der Wechsel an sich war mit Helfer schnell gemacht, die spröde Regenrinne wurde mit einer zugeschnittenen Lage aus Teichfolie ummantelt da eine neue zu teuer war :|
    Das neue Dach zu schließen dauerte, auch wegen winterlicher Temperaturen, mehrere Tage, zwei Ballasteimer und Spanngurte halfen jeden Tag ein paar Zentimeter zu gewinnen. Pro-Tipp: Vinyldächer im Sommer wechseln.


    2019
    Noch Verdecklos ging es für den Wagen zur FluidFilm-Komplettkur, ein paar kommentarlos gepostete Bilder von der Abholung führten zu "Max hat endlich aufgegeben"-Kommentaren. Nein. Während der Wagen rostgeschützt wurde wurden weiter Kleinteile bearbeitet (man ist halt doch nie fertig), und u.a. der Ventildeckel aufgearbeitet sowie die roten, angenagten Zündkabel durch originalgetreue schwarze ersetzt.


    Scheinwerfer wurden aufgearbeitet und mit neuen Ringen versehen, ich schlug mich tagelang mit Spaltmaßen herum (einer der Lampendeckel war beim Lackierer verbogen worden), die Wegfahrsperre flog raus und ich durfte ohne passendes Diagram den Kabelbaum rekonstrieren da die Wegfahrsperre von einem jähzornigen Blinden eingebaut worden war
    Fun Fact: Googelt man "Miatayoga" taucht ein Bild von mir auf.


    Das Lenkrad wurde mit Mercedes-Lederpflege aufbereitet (nicht Mercedes verraten) und die Sitze wurden shampooniert.
    Da es für das jetzt löchrige DIN-Panel keinen passenden Ersatz gab/gibt machte ich eine Ausnahme vom "zeitgenössischen" und baute eine USB-Buchse hinterm Armaturenbrett ein, ein kleines USB-Verlängerungskabel passte fast genau in das Loch der Wegfahrsperre.


    Das eingebaute Radio hat USB auf der Rückseite, ein Kabel von dort unter der Konsole entlang bis zum ehemaligen Aschenbecher erzeugt eine quasi unsichtbare Handyanbindung. Eingebaut wurde eine halbwegs-passend aussehende Kenwood-Einheit dessen Beleuchtung sich auf das Grün der Instrumente justieren lies.


    Ganz nebenbei wurde der defekte Türgriff der Beifahrertür (Griff blieb offen stehen) repariert, hier hatte sich eine Buchse selbst gefressen. Eine Schraube und eine zurechtgestutzte Unterlegscheibe schafften Abhilfe. Beim Wiedereinbau der elektrischen Außenspiegel verlegte ich das Kabel ganz professionel zwischen den Schienen des Fensterhebers
    Die Schaltmanschetten wurden ersetzt und bevor die Mittelkonsole wieder einzog wurde der Teppich darunter gereinigt/von Asche befreit.



    Das wars für diesen Teil, beim nächsten Mal gehts um Überrollbügel und Kühlsystem sowie die Zulassung!

  4. #4
    Avatar von Topdown
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    Danke, schöner und interessanter Beitrag Es freut mich immer wieder besonders zu sehen, das sich jemand bemüht einen NA zu restaurieren und bin schon auf die Fortsetzungen gespannt

    Nice day Maggie
    www.mx5-freunde-osnabrueck.de
    Life is a game - Play it

  5. #5
    Avatar von Ede321
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    Hallo und herzlich willkommen hier! Kenne deine Geschichte schon aus dem anderen (inzwischen totem) Forum. Schön, sie in gesammelter Form hier zu lesen. Toll, was du da gemacht hast. Und der ein oder andere wird da sicherlich auch für sich was finden.
    Ecki
    MX-5 Memories II NBFL 2003 Piniengrün

  6. #6

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    Im letzten und diesem Teil springe ich etwas, da Bügel und Kühlsystem gemacht wurden während andere arbeiten liefen. Das gehopse in der Timeline bitte ich zu entschuldigen

    Mitte Februar 2019 war das Kühlsystem dran, neue Flüssigkeit und neue Kühlschläuche (der Satz von IL, ganz unspektakulär) standen an. Also erstmal Stöpsel ziehen und das alte Kühlwasser ablassen.
    Uuuuund erstmal aus der Garage fliehen, meine Fresse hat das gestunken. Muss von 94 sein, und damals ist im Werk wohl ein toter Fisch reingerutscht


    Für die Schläuche musste ein wenig Platz geschaffen werden, dafür flog der Nockenwellensensor (übrigens von Mitsubishi) raus. Markiert euch auf jeden Fall die Stellung von dem Ding!!!!! (Ich habs vergessen gehabt). Da auch ein Ölwechsel anstand (die alte Füllung war von 2014) sollte dann erstmal der Filter ab. Das fand der Filter nicht. Alles Spezialwerkzeug brachte nix, also (einmal mehr) Methode "ask, tell, make". Angeschärften Schraubenzieher genommen, mit dem Hammer durch den Filter getrieben, damit ließ er sich abschrauben. Sah danach halt aus wie mit der Schrotflinte bearbeitet
    Direkt am Ölfilter-Gewinde setzen zwei Kühlschläuche an, da kam man ohne Filter VIEL leichter ran.

    Und ja, ich hab da unten erstmal geputzt/entrostet.

    Die Schläuche die hinterm Motor verlaufen sind etwas fummelig, ansonsten gingen die meisten mit vorsichtigem ziehen/drehen ab. Ein paar Schläuchen wurde mit Messer und/oder Wärme oder einer Spritze mit Seifenwasser auf die Sprünge geholfen. Teilweise angerostete Rohr-Enden wurden natürlich gründlich entrostet, neue Schläuche auf angegammeltem Blech macht ja keinen Sinn. Besondere vorsicht galt bei den 2 Schläuchen die neben dem BKV in die Spritzwand laufen (Heizung), deren Rohr-Ansätze sind EXTREM dünn, verbiegt man diese darf der Heizkasten raus und dafür (wurde mir gesagt) muss das Armaturenbrett raus. Und günstig ist das blöde Ding auch nicht.


    Der IL-Satz war relativ schnell montiert, mit ausnahme zweier Schläuche die in der Anleitung verwechselt wurden. Ich weiß es gibt bunte und schwarze Silikon-Exemplare und auch eine Coolant-Reroute, aber mir langt das originale System.

    Kühlsystem fertig gepuzzelt, neues Kühlmittel eingefüllt (und dabei ein wenig "durchgespült"), nebenbei geguckt das der Thermostat noch geht. Alles super, weiter gehts, der Bügel wartet. TR Lane Single Diagonal ohne Gurtstrebe, schon 2017 angeschafft (auf einem extrem über-optimistischen Zeitplan).
    Ich wollte einen echten Bügel, keine Mausefalle, einen wo ich den Sitz ganz nach hinten machen und die originalen Gurte nutzen kann. Außerdem sollte der Innenspiegel weiterhin funktionieren und das ganze auch nicht zu massiv ausfallen.


    Beim Kauf hatte ich einen TÜVler an der Hand gehabt der ihn eintragen konnte, bis 2019 war der aber nicht mehr Prüfer
    Also wurde erstmal viel telefoniert, denn der Bügel kommt ohne Papiere (die den TÜV interessieren würden). Die Dekra meinte "nein können wir nicht begutachten, haben wir noch nicht gehabt" (ja wie wäre es dann mal?). Einen Berg an TÜV-Stationen später endete ich bei einem der Herren die sich vor allem mit dem herumschlagen müssen was die Hamburger Autoposer-Soko anschleppt. Na klar, das sollte klappen, drei kleine Auflagen (Seriennummer einschlagen, Montage dokumentieren, Mindest-Härtegrad für Schrauben).
    Gleich zu Beginn die Enttäuschung, der Bügel ist eigentlich zu schmal. An der seitlichen Verschraubung fehlen pro Seite etwa 2mm, entweder die Briten oder die Japaner haben hier Toleranzen. Außerdem ist der Bügel im Radhaus nur mit Bolzen und Unterlegscheiben verankert, das geht besser. Einmal zum nächstbesten Schlosser, 4 Metallplatten a 2mm. Daheim nach Bedarf gebohrt/geschnitten und natürlich lackiert (sonst gammelt der Murks ja sofort).

    Man merkt langsam, der Perfektionismus bricht durch.

    Der nächste Teil tat weh, sowohl die Gurtturm-Verkleidungen als auch die Bleche unterhalb der Gepäckablage mussten mit der Flex federn lassen bevor der Kabelbaum gelöst und beiseite gerückt wurde für eine Stellprobe:


    Das hintere Karosserieblech (in Richtung Regenrinne) musste nicht wie quasi angekündigt ausgesägt werden, ein 90°-Winkelbohrfutter und eine helfende Hand durch den Kofferraum lösten die Platzproblematik. Ins Blech bohren tat trotzdem weh
    Noch kurz alle Kratzer, Schnitte und Bohrungen lackieren, und dann stand der Bügel an seinem Platz, mit dem Kabelbaum außen herum verlegt und befestigt.


    Um den Aus- und Einbau zu erleichtern wurde die Gepäckablage mitsamt Dämmmatte in 2 Hälften geschnitten, funktioniert wie vorher, klappert nicht und alle möglichen Arbeiten an Kabelage oder Tank sind deutlich einfacher.


    Da später gelegentlich eine GoPro am Bügel hängen soll wurde (nach 4 Fehlversuchen) ein entsprechend potenter USB-Port beschafft (es zeigt sich das die Dinger selten die beworbene Leistung stemmen) und zog in ein fahrerseitiges Loch an einer diskreten Stelle zwischen den Bügelstützen.
    Der Teppich sollte eigentlich ins Regal wandern und durch zugeschnittenen Ersatz ersetzt werden, allerdings war das Angebot zu dem Zeitpunkt so klein und überteuert das ich zähneknirschend den Teppich auf die Bedürfnisse des Bügels zuschnitt. Drückt man jetzt direkt an der Stütze auf den Teppich gibt er etwas nach da auch das Blech darunter gestutzt wurde, ansonsten passt und funktioniert alles wie vorher.
    Der USB-Port ist praktisch (nicht nur für die GoPro), und mMn ausreichend diskret untergebracht.



    Mit dem Bügel an seinem Platz wollten die Gurtbolzen-Kappen nicht mehr passen, da ich aber nicht auf sie verzichten wollte hab ich sie am unteren Ende ein paar Milimeter abgeschliffen, fällt gar nicht auf. Die Seriennummer die sich auf einem der Gurt-Tabs findet ist übrigens das Geburtsdatum meines Hundes, von "0001" hatte mir der TÜV abgeraten denn "dann fühlt die Polizei sich verarscht".


    Damit war's der 5. April 2019, und "Maria" sprang sofort an und verließ aus eigener Kraft die Garage!


    Wegen meinem Verzicht auf Schalensitze und meiner Größe (181cm, gebaut wie ne Straßenlaterne) musste der Bügel allerdings noch gepolstert werden. Pleie Motorsport verkaufte passendes, dunkelgraues Polstermaterial, tatsächlich ist es KEINE Heizungsisolierung (der Witz wird schnell alt). Eigentlich soll man die Rohre mit Kabelbindern befestigen, bei mir kam stattdessen Doppelseitiges Klebeband zum Einsatz. Ich hab tatsächlich etwas mehr vom Bügel gepolstert als nötig, aber so schauts weniger nach Flickenteppich aus. Das Verdeck hinterlässt einen leichten Abdruck im Schaumstoff, aber damit kann ich leben.

    In der Zwischenzeit waren auch alle Öle gewechselt worden, beim Getriebe erwiesen sich rund 2 Meter Schlauch als beste Lösung:


    Ein paar kleine Baustellen wurden noch behoben, die Heckleuchten aufbereitet, ein paar gebrochene Clipse ersetzt (bekommt man online günstiger als bei Mazda) und die Frankenstein-Bolzen wichen einem zweiten paar Rundkopf-Schrauben (unter den "Frankensteinen" sitzt übrigens eine Ablaufbohrung). Vorsicht wenn ihr die Schrauben der Chromplatten entfernt, die Muttern unter den Dingern halten mit einem einzigen Schweißpunkt der bei mir abgerissen war. War nicht leicht die Mutter da rauszufischen.
    Zuletzt wurde der Kennzeichenhalter entrostet, lackiert und als Schutz für den Lack auf der Rückseite mit Schaumstoff beklebt.


    Und dann, etwas über 2 Jahre nach dem Kauf und mit dem Auto etwa 2/3 durchrestauriert, gings am 7.5.19 zum TÜV.
    Vollabnahme, HU/AU sowie Einzelabnahme für den Bügel. Die NB-Enkeis mussten trotz Bescheinigung von Mazda eigentlich nach §21 eingetragen werden, das fand mein Prüfer so blöd das die Eintragung der Felgen umsonst war
    Vom Zustand des Autos war er so schon begeistert, keine Mängel und nur eine "Mal im Auge behalten"-Notiz (jaja, das Auto ist nicht ganz fertig), und am Ende stand bei anmerkungen "das Fahrzeug ist in einem außergewöhnlich guten Pflegezustand". Das hat sich schön angefühlt


    In den nächsten Tagen wurde die Versicherung über OCC arrangiert, ein Termin bei der Zulassungsstelle gefunden und, nach einer Runde Gezicke bezüglich Wunschkennzeichen (ich bekam meine 2. Wahl) konnte ich am 24.5.19 Schilder ans Auto hängen und losfahren!!!
    Längst nicht fertig, aber "erstmal fertig genug", das Konto wollte sich dringend erholen und mir juckte es in den Fingern endlich zu fahren
    Alle Erwartungen übertroffen, 110% happy


    Ich hab bis jetzt schon viele Arbeiten ausgelassen, abgesehen davon das Motor und Armaturenbrett im Auto blieben hatte ich außer dem Fahrwerk (kommt noch) eigentlich jeden Bereich des Fahrzeugs angefasst. Bei Fragen einfach kommentieren oder ne Nachricht schicken, zu den meisten Sachen kann ich auch Fotos liefern.
    Nächstes Mal gehts weiter mit ein paar erFAHRungen und Elektrikärger....

    Danke für das Interesse soweit,
    Max

  7. #7
    Avatar von Oliver
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    Jetzt weiss ich auch, woher mir der Threadtitel bekannt vorkam.

    Tolle Aktion, maximalen Respekt!
    Servus Oliver Braun? Kacke! - - Contenance!

  8. #8

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    Zitat Zitat von Topdown Beitrag anzeigen
    Danke, schöner und interessanter Beitrag Es freut mich immer wieder besonders zu sehen, das sich jemand bemüht einen NA zu restaurieren
    Ich hab sooooo viele Sprüche bekommen von wegen "die ganze Arbeit und fast Serie", ihr glaubts nicht

    Zitat Zitat von Ede321 Beitrag anzeigen
    Hallo und herzlich willkommen hier! Kenne deine Geschichte schon aus dem anderen (inzwischen totem) Forum. Schön, sie in gesammelter Form hier zu lesen. Toll, was du da gemacht hast.
    Zitat Zitat von Oliver Beitrag anzeigen
    Jetzt weiss ich auch, woher mir der Threadtitel bekannt vorkam.

    Tolle Aktion, maximalen Respekt!
    Jaa, das .mx-forum war ja irgendwie "über Nacht" auf einmal futsch
    Deutschland hat halt ein Forensterben, während die Ami-Zentrierten sich noch halten. Bei meinem Daily (Golf 4) lebt das Forum auch fast nur noch durch "ich verkauf jetzt" oder "hab verkauft". Schade eigentlich.

    Zitat Zitat von Ede321 Beitrag anzeigen
    Und der ein oder andere wird da sicherlich auch für sich was finden.
    Und wenn nicht nachfragen, wie gesagt, hab hier aus den ersten 2 Jahren nur die "Eckpunkte", nicht jede Arbeit. Allein 2018 füllt aufm Rechner 2 Dutzend Ordner, sortiert nach Tätigkeit und Datum.




    Sooo wo waren wir?
    Achja, zugelassen.
    Schon vor der Zulassung hatte ich meine Phantom-Drohne durch eine DJI "Mavic" ersetzt, der Koffer von der Phantom passte nicht in den Kofferraum. Mit dem fliegenden Rasenmäher lassen sich trotz immer strikterer Auflagen hin und wieder nette Bilder machen, vor allem für so "Fotonerds" wie mich.


    Was ich schnell lernen musste: Für nen perfektionisten wie mich ist's n Alptraum ein schwarzes Auto sauber zu halten, nach jeder Fahrt die Fliegen von der Front zu pulen ist da noch das kleinste Problem.
    Die "Krone" des Ärgernisses kam ein paar Wochen nach der Zulassung bei "Cars and Coffee", einem ehemals regelmäßigen Autotreffen. Ein paar Minuten nicht am (natürlich offen) geparkten Auto komme ich zu lauter kleinen Fußabdrücken auf Armaturenbrett und BEIFAHRERsitz zurück
    1.: Nein (?)
    2.: Warum macht man sowas?
    3.: Wenn der Schoßtroll schon in fremde Autos gesetzt wird, warum Beifahrerseite und warum MAZDA wenn da Porsche stehen?

    Mitte Juni meldete sich nach knapp über 400km Fahrspaß das Airbaglicht, mangels der heute üblichen Armada an Warnlampen hieß es Blink-Code deuten. Es war die Thermo-Sicherung des Airbagmoduls das die Schnauze voll hatte.
    Populärer Rat: "Schmeiß raus den Murks, Airbag-Lampe fürn TÜV kann man faken".
    Nein.
    Das Airbag-Modul kommt vom Ford Probe, gibts gebraucht noch als Ersatz, kostet über 200€. Ja ne, lass mal nicht machen
    Ist ja ein simples Modul, also kann man's vielleicht löten (lassen). So oder so musste der blaue Problemkasten raus, da ich aber so gar keinen Bock auf "Armaturenbrett anheben" hatte gabs eine 2. Runde Miatayoga. Bei Einzel-Airbag-NA sitzt der Kasten leicht rechts oberhalb der Lenksäule, bei Exemplaren mit 2 Airbags soll er mittig unterm Brett hängen. Glück gehabt, meiner hat das NA6-Armaturenbrett und die alte Montageposition:



    Beim Ausbau der Hutze muss man SEHR vorsichtig sein, brechen die Clips ab sieht man sie nie wieder, hört sie aber bei jedem Ruckeln.
    Noch kurz das Plastikgehäuse öffnen und tada, da ist das gute Stück. Schwachpunkte sind die Thermosicherung (weiß-schwarzer Kasten) und die "Fässer" oben rechts die gern auslaufen und alles kurzschließen. Und ja, die Sicherung war wirklich tot


    Ich hatte noch nie ne Platine gelötet, meinem Vater wars etwas zu feinmotorisch, und die meisten Autowerkstätten wollten das Ding nicht anrühren weil Airbag. Am Ende eine Firma gefunden die sonst Getriebe- und Infotainment-Steuergeräte verarztet. Airbag-Kästen hatten die noch nie, haben sich aber getraut die Sicherung und die Fässer zu wechseln. 2 Tage hats gedauert und 50€ später konnte ich alles wieder zusammenbauen. Dieses Mal auf der Auffahrt, in der Schraubergarage wurde nach Familientradition ein BMW verarztet.


    Seitdem keinen Ärger gehabt, der selbst-rekonstruierte Kabelbaum und das reparierte Modul scheinen zu arbeiten.

    Im Juli konnte ich die ein Jahr alte Einladung zur Ausfahrt vom örtlichen ND-Stammtisch einlösen (ich glaub die haben die Modellkürzel verwechselt), ein Riesenspaß aber mit meiner schmalen Erfahrung auch herausfordernd, vor allem die forcierte Gangart.

    Seid leise, sie haben mich noch nicht entdeckt

    Mitten auf der Ausfahrt gab ein hinterer Blinker den Geist auf, ich hatte wohl die Birne nicht richtig eingesetzt und sie rüttelte sich an einem Bahnübergang frei, womit mir der Defekt erst auffiel als ein Hintermann mich drauf hinwies. Bis dahin hatte die Birne fröhlich den Kofferraum beleuchtet....

    Bei einer Tour an die Ostsee konnte "Maria" Reisewagen-Qualitäten beweisen, ich hätte alles vom ersten Foto einpacken können, ließ aber das Notrad daheim damit nichts "klaubar" im Fußraum liegt und alles Gepäck im Kofferraum reisen kann.


    Die meisten Touren blieben aber im Nahbereich der Heimat, und am 29.10. ging die Saison 2019 vorüber.
    "Maria" wurde in bester Bayrisch-Amerikanischer Gesellschaft eingemottet, nicht ganz fertig aber trotzdem mit rund 1400km mehr auf der Uhr.


    Im nächsten Teil gehts um 2020 und in 2021 hinein, es wurde ungeplant wenig gefahren und stattdessen dem Fahrwerk zu Leibe gerückt, wo der "alles 110%"-Teil endgültig eskalierte.

    Max

  9. #9

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    2020-21: Restaurationsphase 2 beginnt

    Über den Winter 2019/2020 passierte eigentlich nix am Auto, im "Zubehörbestand" zog das Mitglieder-Quartett einer Facebook-Gruppe ein. Es gibt 4 von den Kartenspielen, ich hab damals leider nur den Teil mit meinem MX5 gekauft:


    Der TÜV hatte mir 2019 gesagt ich soll die Buchsen im Auge behalten, die wären wohl durchs Alter bald am Ende. Am 7. März wurde "Maria" für eine kleine Runde ausgemottet, dank regelmäßiger Besuche vom Pflegegerät machte die Batterie keinen Ärger und der Wagen sprang sofort an. Noch kurz die Reifen auf den richtigen Luftdruck absenken, Dach auf und los.


    Bei der Rückkehr sah ich dann einen kleinen Ölfleck auf dem Garagenboden
    Der Motor war dicht, einer der Stoßdämpfer hatte Leck geschlagen

    Die Recherche ins Thema Fahrwerksüberholung wurde also massiv beschleunigt, als erstes fiel die Entscheidung statt Serienteilen oder den (in einigen Märkten optionalen) Bilstein-Dämpfern auf Koni zu setzen. Einstellbar, etwas straffer, nicht unbedingt tiefer, und der TÜV sieht sie als OEM-Ersatz


    Der Plan war "alles unterhalb vom Unterboden" zu überholen, also Stoßdämpfer, Federn, Hilfsrahmen, Differential, absolut alles bis auf die gerade erneuerten Bremsen. Da ich den Wagen nicht so lange ohne Fahrwerk stehen haben konnte wurde ein 2. Satz Achsteile angeschafft und erstmal direkt zum Sandstrahlen gebracht, ein später im Jahr diagnostizierter Federbruch lies auch einen passenden* Federnsatz folgen. Die Federn hab ich in Eigenregie angeschliffen und lackiert, schaut aus wie neu

    *Mazda hat über die Bauzeit des NA mehrfach die Federn verändert, hier sollte man unbedingt auf die Farbcodierung achten.


    Zwischendurch (prä-Federbruch und post-Minileck) durfte Maria trotzdem nochmal raus, 2 kleine Runden durch die Umgebung. Wollte halt doch nicht fürs ganze Jahr Versicherung und Steuer zahlen und 0 gefahren sein
    Und ich zog jetzt keine Ölspur hinter mir her, die Tropfrate war selbst nach längerer Standzeit zu vernachlässigen


    Die gestrahlten und gereinigten Achsteile bekamen alle Öffnungen möglichst dicht (nie ganz dicht) abgeklebt, ausreichend Grundierung eingefüllt und so die Innenseiten lackiert.


    Es folgte eine Lackierung mit derselben Grundierung von außen und schließlich eine Schicht mit Owatrol-basiertem Chassislack (große Teile) bzw Hammerite (Kleinteile). Sämtliche Schrauben blieben gezielt außen vor (kommt noch).


    In der Zwischenzeit bekam Maria ein "Mini-Me" für die Wintersaison

    Die Dinger werden von 'ner Schweizer Firma verkauft, kommen aber aus Amiland, und der Versand dauerte auch nur n halbes Jahr

    Übrigens hab ich Maria auf Biosprit umgestellt



    Saison 2020 endete mit nicht einmal 300 neuen Kilometern

    2021
    Im Winter 2020-21 wurden die diversen Gummibuchsen der alten Achsteile herausgepresst. Das wichtigste voraus: NIEMALS einen Schlagschrauber dafür nehmen. Bescheuerter Tipp
    Laut, anstrengend, materialmordend.


    (Und nein, "rausbrennen" ist auch nicht die Lösung).

    Die beste Lösung (ohne Hydraulikpresse) ist folgende:
    • Gewindestange (man braucht 2 Dicken für alle Querlenker)
    • 2 gekonterte Muttern
    • 2 Unterlegscheiben, ruhig etwas dicker/größer
    • Eine kleinere Wechselnuss die in den Querlenker passt
    • Eine große Wechselnuss die sich um die Buchse herum abstützt
    • Wieder 2 Unterlegscheiben
    • Eine Mutter



    Man stapelt das ganze so, das die beiden Wechselnüsse links und rechts der zu pressenden Buchse sitzen. Mit der ungekonterten Mutter drückt man die kleine Wechselnuss in den Querlenker oder zieht sie hinein, je nach Zugänglichkeit. Die Buchse wird dabei in die große Wechselnuss gepresst, die letzten paar Millimeter kann man sie von Hand abziehen. Man kann die gekonterten Muttern mit einem Schraubenschlüssel an der Werkbank abstützen, einen Helfer gegenhalten lassen oder (vermutlich) sie mit Schraubzwingen sichern. So gingen bei mir ruck-zuck alle Buchsen raus, nur eine wollte "diskutieren". Da wurde dann halt das meiste Gummi weggebohrt


    Etwas Schleifpapier um ein Alurohr gewickelt, mit einer Schlauchschelle befestigt, auf ein "Tannenbaum"-Bohrfutter (Kegelbohrer, abgestuft) gesteckt, und so ließen sich die Buchsen-"Löcher" wenn nötig entrosten bevor nachlackiert wurde.


    2021 begann für Maria mit einer sehr kurzen Testrunde, es wurde nichtmal geputzt bevor es in die Garage ging zum (Teil-)zerlegen.


    Zur gleichen Zeit führte ich mehrere relativ strapazierende Diskussionen zum Thema Buchsen, da ich kein "superhart"-Fahrgefühl wollte und die Original-Optik erhalten bleiben sollte fiel die Wahl auf (angeblich verbesserte) Gummibuchsen der "Ruhrpottapotheke" (jaja, ich weiß, zu weit südlich).

    Was ein teures Foto.....

    Den Tag nach der Testrunde wurde "Maria" aufgebockt und es ging daran den Unterbau zu demontieren.
    Als erstes flog die große U-Strebe heraus, während die erste Schraube sich als Sanduhr gerade noch entfernen ließ riss die zweite gleich mal ab
    Da ich mit nichtmal 70Kg quasi ohne Muskelmasse agiere musste Hebelweg kompensieren, fühlte sich komisch an neben dem Auto zu sitzen und zu "rudern"...



    Beim Schrauben fand sich dieser angeschweißte Keil am Powerframe, laut Internet hatte Mazda den aus unerfindlichen Gründen bei einer kleinen Anzahl MX5ern getestet. Zweck: Unbekannt, selbst von Mazda kam Schulterzucken.


    Die meisten Schrauben gingen erstaunlich gut raus, sogar der Auspuff benahm sich, nur eine Bremsleitungs-Mutter war direkt rund.
    Naja, wisst ihr noch, "ask, tell, make"? Wir haben 'nen brandneuen Brenner für "make".


    Beim Ausbau der Radaufhängungen riss dann noch ein Raddrehzahlsensor entzwei


    Der Powerframe klemmte am Differenzial, und weil man doch nicht endlos drauf eindreschen will wurde er halt am Stück mit dem Differenzial demontiert.
    War gar nicht so einfach das lange Ding auf 'nem Wagenheber (Differenzial) bzw in der Hand (vorne) zu demontieren, freizufädeln und abzusenken.


    Arg schnell wurde es arg luftig unterm Auto, dafür türmten sich die Teile drumerhum auf. Das Ziel war immer noch möglichst viel zu erhalten, nicht nur aus Kostengründen. Die im Nachhinein fragliche Entscheidung für Spender-Achsteile ärgerte mich genug, aber immerhin wurden die Originale eingelagert, für einen 2. MX5 in der Zukunft, zum Verkauf oder falls meiner mal kaltverformt wird.


    Da der vordere Hilfsrahmen mitsamt Motor-Befestigung rausflog wurde der Motor mit einer Kette an der Garagendecke gesichert (wofür die Haube demontiert wurde), und sobald der Hilfsrahmen weg war zusätzlich von unten gestützt (zur Sicherheit).
    Das kleine "Schnorchelrohr" am vorderen Hilfsrahmen musste vom alten Teil übernommen worden, es fehlte beim Spenderteil
    In die Spenderteile-Kiste hatte sich obendrauf noch ein NB-Stabi geschlichen, der passt nicht auf die NA-Koppelstangen also wurde das Original aufgearbeitet (später).


    Die Montageflächen der Hilfsrahmen am Auto zeigten ersten Rost, also durfte ich einige Stunden lang in Rückenlage schleifen/bürsten/kratzen und mich mit Roststaub beregnen lassen (trotz Maske und Schutzbrille eklig ). Alles blank schleifen bis kein Rost mehr zu sehen ist, dann wurde neu lackiert.


    Um alle Leitungen/Kabel im hinteren Radhaus zu entfernen flog der Teppich der Gepäckablage raus, hier machte sich die zweigeteilte Platte der Gepäckablage vom Bügel-Einbau bezahlt.


    Das wars mit Zerlegung am Auto, "Maria" stand da ohne Hilfsrahmen, Querlenker, Aufhängung, Kardan- und Antriebswellen und große Teile des Bremssystems. Weiter gehts dann mit den Federbeinen, Rostentfernung und Verzinkung und ein paar Kleinigkeiten.

    Max

  10. #10
    Administrator Avatar von 280ZX
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    Zitat Zitat von Max_S Beitrag anzeigen
    Beim Schrauben fand sich dieser angeschweißte Keil am Powerframe, laut Internet hatte Mazda den aus unerfindlichen Gründen bei einer kleinen Anzahl MX5ern getestet. Zweck: Unbekannt, selbst von Mazda kam Schulterzucken.
    Ich meine der Keil soll die Schrauben am Diff vor Bodenkontakt schützen. Das ist eine Stelle, mit der man gerne aufsetzt.
    Gruss, Andre

    Drinking Enthusiast with a Car Problem

  11. #11
    Avatar von HansHansen
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  12. #12

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    Zitat Zitat von 280ZX Beitrag anzeigen
    Ich meine der Keil soll die Schrauben am Diff vor Bodenkontakt schützen. Das ist eine Stelle, mit der man gerne aufsetzt.
    Huh, okay. Ist mir nichtmal aufgefallen dass das ne Problemstelle ist
    Hat sich wahrscheinlich nicht gelohnt, sonst hätte Mazda das Ding beibehalten. Und das haben sie soweit ich weiß nicht.

    Das war übrigens der Stoßdämpfer der das Tropfen angefangen hatte:



    Die zur Demontage mit dem Brenner malträtierte Bremsleitung wurde rausgefädelt, für tot erklärt und rausgeworfen. Also fix eine neue Leitung in Form biegen (hat beim dritten Versuch gepasst), neue Mutter drauf und die Spitze in Form bringen. Schaut aus wie original! War übrigens die Leitung vom ABS-Block zum linken Vorderrad, also eine Problemstelle die alle ABS-Losen gar nicht erst haben. Genau wie der komplett vergammelte Wassertank-Halter in der Schürze, der in der ersten Restaurierungsphase ersetzt werden musste. Wer die Platzierung entschieden hat gehört geschlagen


    Mit dem Unterbau zerlegt wurden alle Schrauben, Muttern, Unterlegscheiben und sonstige Ausrüstung zusammengesucht, neu und alt (aber rettbar), sowie ein paar Leitungsclips die von einem NB aufm Schrottplatz gespendet wurden. Alles alte entrostet, eine große Kiste gepackt und verzinken lassen. War gar nicht so leicht einen Ansprechpartner zu finden der solche kleinen Aufträge annimmt, am Ende wurde über Kontakte in der deutlich höherpreisigen Schrauberszene jemand gefunden.
    DAS GLÄNZT SO SCHÖÖÖÖÖÖN

    Hier und da sieht man noch "Narben" vom Rost, aber das kommt halt wenn man nicht alles neu nimmt. Rosten tut da nix mehr.

    Währenddessen ging im heimischen Garten das entrosten weiter, als erstes waren die Radaufhängungen dran. Auf die Quälerei mit der Flex hatte ich absolut keinen Bock mehr, also wurde das grobe mit Hammer, Schraubenzieher und Messer entfernt bevor ein Fein Multimaster die restliche Arbeit übernahm, mit Hilfe von Drahtbürsten in ein paar Ecken. Vibriert einem die Hände tot, aber sooo viel weniger schlimm als die Miniflex. Maske und Brille werden trotzdem empfohlen.

    (Aufm Foto natürlich nicht fertig entrostet)

    Ist doch ganz idyllisch manchmal, so eine Restauration


    Bei den hinteren Radträgern ließ ich die Antriebswelle montiert, machte das ganze etwas unhandlich aber sparte einen Haufen Arbeit. Die Radlager zeigten keine Probleme, also durften sie bleiben. Hier kam auch wieder das "Drahtrad" am Akkuschrauber zum Einsatz, und ein Streifen Schleifleinen bekam den Oberflächenrost von der Antriebswelle
    [IMG]


    Wenn jemand weiß warum auf den Dingern "NARI" steht: Bitte verraten, ich kapiers nicht
    Sollten die originalen Teile von 94 sein. Zulieferer?


    Der nicht-Alu Seite des Differentials musste ich mit schwereren Geschützen zu Leibe rücken, direkter Hammer-Einsatz löste die oberste Rostschicht
    (Natürlich nicht so doll draufkloppen das man Kinken reinhaut).
    Den Rest hat dann überwiegend der Multimaster übernommen, ein Aufsatz für Holzspalten () passt zufällig genau zwischen die Kühlrippen auf der Alu-Seite.



    Differenzial entrostet, März vorbei.
    April
    Erstmal entrosten, macht ja so einen Spaß
    Die H-Strebe fehlte noch, gefühlt einige Stunden mit dem Multimaster machten aus braun-schwarz wieder silber.


    Als nächstes wurden die Radträger mit Bremsenreiniger geputzt (gibts beim großen Fluss im 10er-Pack, sehr hilfreich ), dann wurde umfassend lackiert, (wenn ich recht erinnere) die Radträger und das Differenzial mit Hammerite, die Streben mit Chassislack.



    Nebenbei wurden die alten Federbeine zerlegt, und der schon geahnte Federbruch bestätigt. Das zweiteilige Bruchstück hab ich übrigens aufgehooben


    Die neuen Domlager wurden für die Koni-Dämpfer etwas aufgebohrt (nennt noch jemand die Aufsätze "Tannenbaum"?) und lackiert. Die Domlager-Deckel, die bei Konis eigentlichr ausfliegen, wurden gleich mit gebohrt und können so wieder einziehen. Das Loch ist dafür da um an den Einstell-"Nupsi" der Dämpfer zu kommen.


    Mit den Lackierungen fertig und getrocknet kamen die Aufhängungen wieder in die Garage. Schaut doch gar nicht so schlecht aus Den "die Schrauberfackel übernehmen"-Witz meines Vaters will ich hier mal nicht vorenthalten


    Nebenbei wurde noch ein "Kabelfehler" am Powerframe entdeckt und auf die To-Do-Liste gesetzt. Da war wohl ein Kabel nicht happy.
    Das angenagte Massekabel wurde gekürzt, wieder zusammengefügt und so später (bei der Montagephase) am Powerframe befestigt.


    Nachdem als Ersatz für den kaputten Raddrehzahl-Sensor erst das falsche Teil geschickt wurde kam dann der richtige aber mit falschem Stecker, ich schieb die Schuld einfach mal darauf das Mazda den Stecker geändert hat. Egal, ich hab das alte Kabel gekappt und an das ebenfalls gekappte neue Kabel gelötet, natürlich einzeln. Funktioniert wunderbar. Dabei hatte ich übrigens noch wieder Nagerspuren am alten Kabel entdeckt. Ich glaube die Zeit in der "Scheune" vor meinem Kauf tat Maria nicht gut
    Der neue Sensor war das erste Stück "installation", schaut besser aus als erwartet (die Pinselstriche fallen auf der Kamera mehr auf als in echt):


    Dann flog noch der alte Benzinfilter raus, allen Anzeichen nach der Originale und Mazda sagt das Ding soll alle 40tkm neu. Maria hatte über 85 runter. Whups. Hab den alten Filter beiseite gelegt, werde den wohl mal aufschneiden und gucken wie "dicht" er war. Der Vor-Filter im Tank soll ja Wartungsfrei sein... War übrigens, obwohl es beim NA viel schneller gehen soll als beim NB, eine ziemliche Sauerei, und die Garage roch den Rest des Tages.

    Während es an die Buchsen ging (nächster Teil) rollte mein Geburtstag heran und ich bekam ein MX5-Shirt für "wenn das Ding irgendwann fährt". Meine Mutter hatte wohl Zweifel an der enthusiastisch-planlosen Bastelei


    Bis zum nächsten Mal,
    Max

  13. #13
    Avatar von Luke
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    Puh, da hast du dir aber einen Aufriss gemacht. Mechanisches entrosten mit Hammer und Co. hab ich auch mal angefangen, aber als nach 2-3 Wochenenden das lose Zeug runter war, hab ich es gut sein lassen, und die ganzen Achsteile einfach in Fluid- und Permafilm getränkt. Das sah aber zugegebenermaßen deutlich weniger hübsch aus als bei dir.

    Hast du keinen Kompressor zur Hand? Dann ginge Sandstrahlen auf einem alten Bettlaken im Garten so schön einfach und schnell. Das ist wenig Sauerei, und das Strahlgut ist beliebig recyclebar. Da bin ich aber auch erst ein paar Jahre später drauf gekommen...

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  14. #14

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    Zitat Zitat von Luke Beitrag anzeigen
    die ganzen Achsteile einfach in Fluid- und Permafilm getränkt. Das sah aber zugegebenermaßen deutlich weniger hübsch aus als bei dir.
    Die Hohlräume von Hilfsrahmen/Querlenker bekamen nachm lackieren auch alle FluidFilm, so rostet's noch etwas später.

    Zitat Zitat von Luke Beitrag anzeigen
    Hast du keinen Kompressor zur Hand? Dann ginge Sandstrahlen auf einem alten Bettlaken im Garten so schön einfach und schnell. Das ist wenig Sauerei, und das Strahlgut ist beliebig recyclebar. Da bin ich aber auch erst ein paar Jahre später drauf gekommen...
    Wir haben so 'nen kleinen Kompressor, hab damit in der ersten Phase mal Sandstrahlen versucht. Riesige Sauerei, und alle paar Sekunden muss man warten. Also lieber Fachleute dafür zahlen. Hatte mir damals auf der Bremer Messe noch so kleine "Hände reinstecken"-Kabinen angeguckt, aber die waren irgendwie alle nicht so überzeugend, und für einen wirklich großen Kompressor fehlt schlicht der Platz. Zudem wurde mir vom Strahlen-lassen der Radträger und des Differenzials abgeraten, da das Strahlgut in die Lager kommt und denen schadet
    In 'ner Zukunftigen Restauration würde ich mehr strahlen lassen (etwa die Bremsbelagshalter), aber auch nicht alles. Außer die Radnaben würden eh rausfliegen, dann ist ja egal

    Mitte April 2021 sollte es endlich in Richtung Montage gehen, angefangen bei den Querlenkern. Meine alten Teile waren gar nicht so schlecht und wurden eingelagert, die aufgearbeiteten Spenderteile waren aber deutlich besser, mMn:


    Der Arbeitsaufbau vom Auspressen der alten Buchsen wurde leicht modifiziert, die kleinere Buchse flog raus und die "Schubseitigen" Unterlegscheiben drückten direkt auf das Metallrohr in der Buchse. Außerdem kamen zwei Unterlegscheiben innerhalb der großen Buchse (das ganze spielte sich übrigens um und bei Größe 36 ab) zum Einsatz.


    Die neue Buchse und das Rohr wurden mit Vaseline eingeschmiert damit es besser flutscht, und ruck-zuck verschwanden die ersten Buchsen in ihrer neuen Heimat. Die Muttern und Nüsse wurden abgezogen, und anhand der Unterlegscheiben konnte ich abmessen ob die Buchse mittig an ihrem Platz sitzt oder nach links/rechts nachjustiert werden muss damit alles genau passt (leeeeeichter Perfektionismus )

    Ein Teil der Buchsen für die Querlenker vorne-unten haben einen besonders dicken Kragen auf einer Seite (aus...Gründen ), die brauchten ein wenig mehr "Überzeugung" und werden am besten mit dem dünnen Kragen voraus eingesetzt. Der Geschwindigkeit zuliebe hab ich hier auf einen Helfer + Akkuschrauber zurückgegriffen, und nur die letzten Zentimeter und die Feinjustierung von Hand gemacht.


    Nebenbei brauchte der Kugelkopf an einem der vorderen oberen Querlenker Zuneigung, das Gelenk war absolut in Ordnung aber die Gummikappe hatte das Sandstrahlen nicht überlebt. Also wurde eine neue Gummikappe mitsamt Spannring bestellt, das alte Pendant heruntergefrickelt, und mit neuem Fett kam die neue Kappe aufs Gelenk.

    Ich hab keine Ahnung was für Fett das ist, das war wohl schon vor mir in der Familie

    An meinem Geburtstag wurden die neuen Stoßdämpfer, Staubmanschetten und aufbereiteten Federn zusammengepuzzelt und zusammen mit den restaurierten Querlenkern beiseite gelegt. Schaut doch schonmal deutlich besser aus


    Zwischendrin kamen übrigens noch alle Bremsschläuche neu, und dann musste ich noch kurz die diversen Anzugdrehmomente googeln. Am Ende kamen die hier ausm Forum

    Mit diesem abenteuerlichen Konstrukt habe ich dann erstmals versucht den vorderen Hilfsrahmen wieder an seinen Platz zu bekommen, passte nicht


    Viel (wortwörtliches) hin und her, wildes gegoogle und noch ein wenig mehr herumprobieren brachte dann die Lösung. Man kann den Hilfsrahmen nicht senkrecht an seinen Platz heben, man muss die Motorhalterungen nacheinander einfädeln da sie nicht identisch sind. Dann passt auch der Rest.
    Beim korrekten Einfädeln kippte dann leider der Motor etwas nach hinten, und einer der beiden Temperatursensoren auf der Rückseite des Motors brach ab
    Der NA hat da 2 Stück von, einer fürs Kombiinstrument und einer für die ECU.


    Die Traggelenke wurden ersetzt und mit neuen Splinten aus dem Fundus aufgerüstet, und dann konnte ich die erste Aufhängung (VL) komplett zusammenpuzzeln. Schreckliches Foto, aber sah super aus


    Traggelenk und nötiges Werkzeug:


    Übrigens: Wenn ihr keine Kardanwelle drin habt und ein Wagenheber temporär das Getriebe hochhält: ES IST NICHT EMPFEHLENSWERT DEN WAGENHEBER ANZUSTOSSEN!!!!


    Ungefähr zu diesem Zeitpunkt viel auf das sich ein NB-Stabi in die Spenderteile geschlichen hatte, also wurde noch schnell mein eigener, originaler Stabi aufgearbeitet. Hauptproblem ist das der NB-Stabi kürzer ist und so nicht am richtigen Punkt endet. Ich weiß das man NAs auf NB-Stabis adaptieren kann, aber...neee



    Kurze Zusammenfassung der Arbeiten, MIT MUSIK!
    https://youtu.be/RRsHFtzDg1g
    (Keine Ahnung wie man hier YT-Videos einbindet).

    Im nächsten Post folgt noch die hintere Aufhängung, Fahrwerksvermessung und dann ENDLICH die ersten Meter.

    Max

  15. #15

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    Mit der vorderen Aufhängung und Bremsanlage reinstalliert ging es nach hinten, Hilfsrahmen und Differenzial ließen sich ohne Probleme einsetzen und verschrauben.


    Das Test-Montieren der Stoßdämpfer im (demontierten) Querlenker wollte nicht gleich klappen, beim Vergleich mit dem alten Exemplar fiel mir dann die kleine quadratische Mutter auf die in einem "Käfig" im Inneren des Querlenkers sitzen sollte, beim neuen Dämpfer aber fehlte
    Also die Mutter aus dem alten Dämpfer gefummelt, entrostet und gaaaanz vorsichtig an ihren Platz gesetzt. Der Käfig war da, den musste ich (noch vorschtiger) erst aus dem Weg und dann wieder um die Mutter herum zu-biegen.


    Ruck zuck zogen Querlenker, Federbeine und Stabi (mit neuen Buchsen seinerseits) ein, so langsam wurde der MX5 komplettiert
    Zeitgleich wurden die Bremssättel gründlich geputzt und wieder montiert, und vorne wurde nach Einbau des neuen Temperatursensors der Motorraum zusammengepuzzelt.


    Gerade rechtzeitig, denn draußen fing Gras an über die Sache zu wachsen


    Der Auspuff hatte hier und da von außen leichten Flugrost, aber da er innen geradezu auffallend sauber war (und dicht) wurde er wieder eingebaut sobald der Powerframe reinstalliert war, nur das Endrohr wurde ein wenig poliert. Und dann zog auch die große U-Strebe wieder ein, das erste demontierte Teil, mit neuen Schrauben und ohne Rost. SEHR deutlicher Unterschied (das "Nachher"-Foto ist die erste Schraube die ich gelöst hatte, die die als "Sanduhr" rauskam).
    Vorher:


    Nachher:

    (Eigentlich ists sehr unpraktisch "9" auf eine Schraube zu drucken )

    Die Bremse vorne zog auch wieder ein, und endlich konnte die Motorhaube wieder drauf (juhu, Spaltmaße einstellen )

    Am 28.4.21 hatte ich einen Termin bei Euromaster zum Fahrwerksvermessen und -Einstellen, um 18:00. Am 28.4.21 um 16:00 stand Maria wieder auf eigenen Rädern. Bestes Timing Damit ich IRGENDWIE zum Vermessen kam (ohne Hänger) wurde notdürftig mit Zollstock und Bindfaden die Lenkung eingestellt, die Exzenterschrauben setzte ich alle auf 0°.
    Die Fahrt zum Vermessen war....interessant.....
    Zu Euromaster hin, rauf auf die Bühne, Lob für den Zustand kassiert, und die Vermessungstafeln an die Räder gehängt. Ja nun, okay...das erklärt das Fahrverhalten....

    Ich setze "vermessen von Fahrwerken" mal auf die Liste mit Dingen die ich Fachleuten überlasse

    Die Bühne vom Vermessen war übrigens echt schick, mit Unterbodenbeleuchtung


    Ich hatte mir die "Werner Werte" ausgedruckt, zusammen mit ein paar Ratschlägen. Genutzt wurden sie dann nicht, stattdessen gabs eine selbst kalkulierte Abstimmung die zwar mehr Reifen frisst als unbedingt nötig, aber da ich das Ding kaum fahre (Sommer-Wochenendauto) muss ich die Reifen wahrscheinlich eh vorher wegen ihres Alters ersetzen.
    Am Ende standen folgende Werte:
    Nachlauf vorn: 4°12'
    Sturz vorn: -1°03'
    Spur vorn: 0°08'
    Sturz hinten: -1°25'
    Spur hinten: 0°04'
    Die Dämpfer sind dabei auf der mittleren Nut, was bei Serienfedern irgendwo zwischen Serienhöhe und ~5mm tiefer liegt.
    Vor der Abfahrt hatte ich noch die Zentrierstriche der Exzenterschrauben freigekratzt (und die Markierungen nachgezogen), das war fürs Fahrwerkseinstellen aber tatsächlich gar nicht nötig.
    Vom Anblick des neuen Unterbaus bekomm ich kaum genug


    Bereits Anfang April hatte ich einen Brief an die in den Papieren vermerkte Adresse der Erstbesitzerin verschickt, erklärt wer ich bin, warum ich schreibe und das es den MX5 noch gibt/er restauriert wird. Ende April bekam ich "aus dem Blauen heraus" einen Anruf der Erstbesitzerin, die sich sehr über die guten Nachrichten freute und die letzte Woche damit verbracht hatte Keller und Garage auf links zu drehen auf der Suche nach Teilen, Fotos oder Unterlagen zum Auto. Und so erreichte mich schließlich ein Päckchen aus Bayern, dieses Mal nicht aus München (kurz nach dem Kauf hatte der VB mir das Bordbuch geschickt), mit den Kennzeichen mit denen Maria 1994 vom Händlerhof rollte
    Natürlich nicht mehr gültig, aber trotzdem nett zu haben. Die Münchener Kennzeichen vom VB gingen leider irgendwann während der Restauration verloren, vielleicht lasse ich mal eins nachfertigen. Nur zum Spaß


    Der MX5 wurde nach dem Vermessen fertig zusammengebaut und dann mehrere Tage lang Stück für Stück geputzt und poliert. Bei meinem ersten Gehversuch mit der Poliermaschine schrubbte ich mir erstmal einen leichten Halo in den Lack
    Auch die Felgen wurden rundherum geschrubbt, dabei konnte ich endlich mal bestätigen das ich Enkeis fahre
    Der Ventildeckel war schon bei der 1. Phase poliert worden, dieses Mal wurde die Ansaugbrücke nachgeschoben (ohne Ausbau, es sei mir verziehen). Das Hitzeblech habe ich aufgeschoben, mit dem verfärbten Lack muss ich mich wann anders mal rumschlagen.


    Am 9.5. ging es dann zur "Abnahmefahrt", 152km (und damit einen guten Teil der empfohlenen 500km "Teststrecke" für die Vermessung) durchs Hamburger Umland inklusive Elbfähre. Straßenflicken, Kopfsteinpflaster, Fähr-rampen, alles kein Problem, und das Koni-Fahrwerk ist gefühlt eine deutliche Verbesserung über die Serie.
    Nur der TÜV musste noch seinen Segen geben, denn tatsächlich waren 2 Jahre Fahrbetrieb schon rum


    Max

  16. #16
    Avatar von Oggy
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    Moin, sehr schön, hattest du die Schrauben und Kleinzeile zum Gelbverzinken gebracht?
    Erinnert an die überarbeiteten MX die man mal kaufen konnte.

    Grüsse

    NA1,8 NC1,8 und nun ND 1,5

  17. #17

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    Moin, sehr schön, hattest du die Schrauben und Kleinzeile zum Gelbverzinken gebracht?
    Danke

    Ja, alles gelbverzinken lassen.
    Siehe hier, weiter oben:
    Zitat Zitat von Max_S Beitrag anzeigen

    Mit dem Unterbau zerlegt wurden alle Schrauben, Muttern, Unterlegscheiben und sonstige Ausrüstung zusammengesucht, neu und alt (aber rettbar), sowie ein paar Leitungsclips die von einem NB aufm Schrottplatz gespendet wurden. Alles alte entrostet, eine große Kiste gepackt und verzinken lassen. War gar nicht so leicht einen Ansprechpartner zu finden der solche kleinen Aufträge annimmt, am Ende wurde über Kontakte in der deutlich höherpreisigen Schrauberszene jemand gefunden.
    DAS GLÄNZT SO SCHÖÖÖÖÖÖN

    Hier und da sieht man noch "Narben" vom Rost, aber das kommt halt wenn man nicht alles neu nimmt. Rosten tut da nix mehr.

  18. #18

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    Nach der "Abnahmetour" Anfang Mai gings noch einmal raus über die Dörfer, für das traditionell-verpflichtende "guck mal, der Raps ist gelb"-Foto


    "Einer ist ein beliebter Sportwagen mit jahrzehntelanger Tradition, perfektem Handling und zahllosen Fans. Das andere ist ein komischer Flachkäfer."


    Kurz darauf war's dann Zeit für die HU, da der TÜV tage- oder wochenlang Vorlauf verlangte ging's kurzerhand zur Dekra.
    Die Prüfer waren absolut begeistert, beim reinfahren schon und als der Wagen auf der Bühne stand erst recht
    Makellos abgehakt, neue Plakette, wieder zwei Jahre freie Fahrt. Ein "so einen hatte ich auch mal" gabs auf dem Parkplatz auch noch


    Im Juni folgte meine wahrscheinlich längste Tour bis jetzt, in Rund 5einhalb Stunden (mit Pause auf der Hälfte) etwas über 200km (mit ein wenig verfahren) von Zuhause (Nordosten Hamburgs) einmal außen rum bis nach Grünendeich im alten Land.
    Wunderbare Tour, und zur Feier des Tages richtig Sonnenbrand geholt


    Im Juli ging es unter anderem wieder hoch an die Ostsee, als Test für zukünftige Reisen wurde auch mal eine Waschbox besucht. Erkenntnis: "Fleckenfrei Klarspülen" ist halbwegs klar, aber nicht fleckenfrei
    Aber wenigstens schaut's spektakulär aus....


    Anfang Oktober bekam ich ein Vorstellungsgespräch fürs anstehende Studentenpraktikum, passend zum Betrieb musste Maria das erste mal seit Jahren Stadtverkehr ertragen. Und ja ich war so nervös das ich das Licht angelassen hab


    Hat geklappt, Platz bekommen, und am ersten Arbeitstag einfach gleich nochmal mit dem MX5 gekommen. Alles gut, aber für Stadtverkehr nehm ich in Zukunft lieber wieder den Golf. Selbst wenn ich Maria nicht kaltverforme gibt es genug Leute die das gerne für mich übernehmen würden.
    Marias neue Nachbarn wollten auch nie mit ihr spielen


    Die Saison ging viel schneller vorbei als es mir lieb war, und bald war es Zeit für die letzte Fahrt des Jahres. Also ging es am 31.10 bei kaltem aber sonnigem Wetter nochmal an die Elbe runter, ein gebührender Abschluss. 1615km standen am Ende des Jahres im Fahrtenbuch


    Mitte Oktober hatte ich noch endlich einen Notrad-Haltebolzen aufgetrieben und bei einem Forenkollegen abgeholt (der verwirrt feststellte das ich Radlaufkanten habe ), und Anfang November bekam ich vom Mazdahändler den gelben Scheinwerfer-Aufkleber der bei der ersten Phase der Restauration überlackiert worden war


    Mit rund 4einhalb Jahren war die Restauration endlich fertig, und auch die Fahrwerkswahl und -Einstellung war ein Volltreffer gewesen. Was der Spaß am Ende trotz aller Eigenleistung gekostet hat will ich gar nicht wissen, von den geplanten 3000€ bin ich weit entfernt
    Würde ich das nochmal machen: Ja.
    Würde ich was anders machen: Ja. Ich würde die "Fahrpause" zwischendrin weglassen, das Auto einmal KOMPLETT auseinanderreißen und alles auf einmal machen, nicht in 2 Phasen. Unterbau-Demontieren war durch Permafilm eine unnötig klebrige Angelegenheit, und die gesamte Zeit die der Wagen nicht oder nicht vollwertig fuhr kostete er ja trotzdem Steuer/Versicherung.
    Was noch fehlt: Bordwerkzeug, ein originaler Felgensatz und früher oder später wird ein neuer Kühler einziehen (und dann auch neue Aufkleber benötigen). Aber das fällt mMn unter Wartung und Zubehör, nicht Restauration.


    Ich habe ausstehende Einladungen von beiden Vorbesitzern, vielleicht klappt es noch dieses Jahr (2022) mal eine "Runde durchs Land" zu drehen und beide zu besuchen.

    Hier geht's im nächsten Teil mit 2022 weiter, und der Thread holt endlich die Gegenwart ein.

    Max

  19. #19
    Avatar von Loki
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    Bordwerkzeug ......ich weiß noch das es ein Beutel aus was Kunstlederartigem war.....aber was war da drin?
    Kuro 1,9 NB | Yuki, ein 2 Tonnen Automatikschiff

  20. #20
    Avatar von Yellow-NA
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    Das war in meinem 96er vorhanden
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    Gruß Volker

  21. #21

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    Zitat Zitat von Loki Beitrag anzeigen
    Bordwerkzeug ......ich weiß noch das es ein Beutel aus was Kunstlederartigem war.....aber was war da drin?
    Zitat Zitat von Yellow-NA Beitrag anzeigen
    Das war in meinem 96er vorhanden
    Das Foto schaut schon sehr nach dem aus was meiner 94 in den Kofferraum gestopft bekam:


    Wurde laut Mazda mehrfach geändert.

  22. #22
    Avatar von Diesel650
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    moin Max,

    hab gerade alles am Stück gelesen, was soll ich zuerst sagen......wow wie geil, booaaah wat ne schweine Arbeit, Du Perfektionist oder so einen schönen sauberen neuen Unterboden hätte ich auch gerne...... auf jeden Respekt und Danke für die Mühe, hier alles zu dokumentieren und die vielen Bilder einzubinden.....
    meine Frau und ich fahren ab und an als Tagestour schon mal zum Anleger nach Lühe, einmal durchs Alte Land und wieder zurück nach Ostfriesland, hehe.......
    vielleicht sieht man sich da ja mal......





    man sieht sich auf Deutschlands Strassen....Reiner

  23. #23
    Avatar von Topdown
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    Zitat Zitat von Diesel650 Beitrag anzeigen
    moin Max,

    hab gerade alles am Stück gelesen, was soll ich zuerst sagen......wow wie geil, booaaah wat ne schweine Arbeit, Du Perfektionist oder so einen schönen sauberen neuen Unterboden hätte ich auch gerne...... auf jeden Respekt und Danke für die Mühe, hier alles zu dokumentieren und die vielen Bilder einzubinden.....
    Ich lese das schon von Anfang an und bin total begeistert was er da gemacht hat, ist einfach megageil

    Nice day Maggie
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  24. #24

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    Zitat Zitat von Topdown Beitrag anzeigen
    Ich lese das schon von Anfang an und bin total begeistert was er da gemacht hat, ist einfach megageil
    Zitat Zitat von Diesel650 Beitrag anzeigen
    moin Max,

    hab gerade alles am Stück gelesen, was soll ich zuerst sagen......wow wie geil, booaaah wat ne schweine Arbeit, Du Perfektionist oder so einen schönen sauberen neuen Unterboden hätte ich auch gerne......


    Der Unterboden ist gar nicht so sauber, da ist alles PermaFilm. Das klebt ein bisschen
    3 Meter fahren und überall hängt Sand....
    So sah das am Tag der Behandlung aus, mittlerweile natürlich deutlich weniger "matschig". Aber halt nicht das fotogene glatte lackierte Blech.


    Zitat Zitat von Diesel650 Beitrag anzeigen
    und Danke für die Mühe, hier alles zu dokumentieren und die vielen Bilder einzubinden.....
    Ich hab noch viel mehr, wenn's Fragen gibt

    Zitat Zitat von Diesel650 Beitrag anzeigen
    meine Frau und ich fahren ab und an als Tagestour schon mal zum Anleger nach Lühe, einmal durchs Alte Land und wieder zurück nach Ostfriesland, hehe.......
    vielleicht sieht man sich da ja mal......
    Das ist genau diagonal gegenüber von mir, 120km one-way
    Ich bin idR eher in Schleswig Holstein unterwegs, oder am Elbdeich beim Zollenspieker.




    2022 ist bislang eher unspektakulär, Maria kam angestaubt aber problemlos aus dem Winterschlaf. Batteriepfleger ab, Reifendruck abgesenkt, rausgeschoben, angelassen, zack läuft. So will man's doch
    Einmal mitm Staubmagnet drüber, Heckscheibenschoner drauf (der passt vom BMW Z3, eins von 2 "Spenderteilen" ), Dach auf, fertig. Beispielfoto, nicht aus diesem Jahr:

    Sieht ulkig aus, passt aber

    Die erste Fahrt gabs direkt am 1.3., bei kuscheligen 6 Grad (höchstens) und reichlich Wind einmal alles "abklopfen". 79km standen schnell auf der Uhr.
    Hat riesigen Spaß gemacht, aber ich hatte auch ne dicke Jacke an, Kapuze auf (ich, nicht das Auto), und n bissl Heizung auf die Hände (die mir dann an jeder Ampel wegbrannten, ist nicht normal was Mazda da eingebaut hat).
    Wieder daheim wurde vernünftig geputzt (Insekten werden ja sowieso nach jeder Fahrt abgeputzt) und gewachst, sich nochmal über den leichten Halo vom vorjährigen Polieren geärgert und gut. Kurz noch den Erstbesitzern Bescheid gegeben, Tag rum.


    Eine Woche später ging's wieder an die Ostsee hoch, da ich Maria Autobahnen erspare () und ein wenig getrödelt hatte fuhr ich das erste Mal nennenswert im Dunkeln. Alles kein Problem, bis auf einen kuschelbedürftigen X5 mit SEHR kraftvollen Scheinwerfern
    Der war wohl gekränkt das bei Tempo 100 nur 100 gefahren wurde.

    Von der "Ostseebasis" bei Neustadt aus ging's 2 Tage später hoch nach Fehmarn und wieder zurück, weil warum nicht. Als Ex-Bayerin war Maria wohl noch nie so weit nördlich
    Auf der Tour hatte ich zudem das Vergnügen für über 2.25€ pro Liter zu tanken
    Am Tag nach der Fehmarn-Tour ging's wieder nach Hamburg, und so hatte ich mir-nichts-dir-nichts in 4 Tagen (3 Fahrtage) 400km weggeknuspert.
    Teuer? Ja. Spaßig? Ja.


    2 Touren später wurde statt auf- wieder vollgetankt, meinen Berechnungen nach hatte ich 9.1l/100km genutzt. Schon interessant mit welchem Fahrstil Mazda damals gerechnet hat, denn 9.1 ist die Werksangabe
    Mazda sagt ich hab 48l Tankvolumen, das heißt ich kann entspannt 510km fahren und dann mal so langsam (17km) nach ner Zapfsäule gucken.

    Zwischendrin wollte die Uni wieder Aufmerksamkeit, gefolgt von viel Regenwetter, und damit war meine letzte Tour am 29.3.

    Schön war das bei dem Foto ne Familie vorbeikam, das die Lampen hochklappten hat den Knirps SEHR verwirrt

    Nächste Woche soll das Wetter besser/Stabiler werden, dann gehts endlich wieder raus.
    Die Zeit nutz ich (auch wegen der wiederholten Einladung zum Kaffee vom Vorbesitzer) um die "Deutschlandrunde" weiter zu planen, derzeitiger Stand sind 3209km in 14-15 Tagen. Einmal "senkrecht runter", vielleicht nach Österreich reinschauen, rüber zum Schwarzwald und dann im Westen wieder hoch. Alles Land- und Nebenstraßen, weil Autobahn =
    Aber da wird noch dran geschliffen, wird eh wenn eher was im Spätsommer, frühestens (Juni/Juli/August).
    An mich wurde herangetragen das es den Ausliefernden Händler noch gibt und er wohl NAs mag (?), also wanderte der auch mit auf die Ziel-Liste.




    Und damit haben wir aufgeholt
    Danke für das super Feedback bis jetzt, wenn's Fragen gibt immer nachfragen

    Max

  25. #25
    Avatar von Torii
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    Zitat Zitat von Max_S Beitrag anzeigen

    Beim Kauf hatte ich einen TÜVler an der Hand gehabt der ihn eintragen konnte, bis 2019 war der aber nicht mehr Prüfer
    Also wurde erstmal viel telefoniert, denn der Bügel kommt ohne Papiere (die den TÜV interessieren würden). Die Dekra meinte "nein können wir nicht begutachten, haben wir noch nicht gehabt" (ja wie wäre es dann mal?). Einen Berg an TÜV-Stationen später endete ich bei einem der Herren die sich vor allem mit dem herumschlagen müssen was die Hamburger Autoposer-Soko anschleppt. Na klar, das sollte klappen, drei kleine Auflagen (Seriennummer einschlagen, Montage dokumentieren, Mindest-Härtegrad für Schrauben).
    [...]
    Danke für das Interesse soweit,
    Max
    Probleme beim Eintragen des TR Lane hat man hier im Forum bereits in der Vergangenheit gelesen. M.E. aber nicht problematisch.
    Ich hatte bereits 2012 genau den Bügeltyp, welcher bei Dir verbaut ist, in meinen damaligen NB eingebaut und bei der Dekra eintragen lassen.
    Die Vorgehensweise war die, wie sie oben beschrieben wurde.

    Ansonsten danke für Teilhabe und den bebilderten Fortschritt. Es ist immer schön sowas zu sehen und auch in einem Forum nachzuvollziehen.

  26. #26
    Avatar von HansHansen
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    Unser Mitforist "fuffi" hatte dazu zwei hilfreiche Posts verfasst.
    Einmal wegen Eintragung, einmal wegen Einbau bei TR-Lane vor Ort.
    Tim Lane hat ein Zertifikat ausgestellt und eine Seriennummer in den Bügel eingeschlagen.

    https://mx-5.de/forum/showthread.php...nd-erfolgreich
    https://mx-5.de/forum/showthread.php...gel-TR-Lane-TT
    Do what thou wilt.

  27. #27

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    Ich habe endlich mein "Mitten auf der Straße"-Foto


    Außerdem kam von @Yellow_NA das Bordwerkzeug an, vielen Dank

    Heute (20.4.) gings auf größere Fahrt, 170km zum Schiffshebewerk Scharnebeck.
    War mal das größte der Welt (vor 50 Jahren), wirklich klein ists nach wie vor nicht


    Der ganze 100m Trog wird 38m gehoben/gesenkt:


    Vorteil Mitten in der Woche zu fahren? Ich hatte die Fähre über die Elbe (fast) für mich


    Sinn der tour war ein kleines experiment, die erste Etappe meiner geplanten Rundreise ist 178km lang und beinhaltet die Route zum Hebewerk, so konnte ich testen wie viel das ungefähr zu fahren ist

    Hab nebenbei auch getankt, obwohl ich verschwenderischer gefahren bin ist mein Verbrauch gesunken

  28. #28

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    Danke für deinen tollen Beitrag und schöne Arbeit Ein ähnliches Projekt werde ich in den nächsten Monaten auch starten.

    Im Keller liegen schon ein paar Koni Dämpfer mit den "alten" tiefen original Federn bereit. Der Zustand der Federn ist in Ordnung. Jeweils die letzten 1-2 Windungen haben leichten Rost - daher würde ich die Federn auch gerne aufarbeiten lassen. Ich habe hierzu schon viel gelesen, aber es wird einem fast immer von allem abgeraten Festigkeit des Materials usw. Wie sind deine Federn aufbereitet worden?

    Zitat Zitat von Max_S Beitrag anzeigen
    An meinem Geburtstag wurden die neuen Stoßdämpfer, Staubmanschetten und aufbereiteten Federn zusammengepuzzelt und zusammen mit den restaurierten Querlenkern beiseite gelegt. Schaut doch schonmal deutlich besser aus

  29. #29

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    Zitat Zitat von Detailer Beitrag anzeigen
    Wie sind deine Federn aufbereitet worden?
    Da die "neuen" Federn relativ in Ordnung waren (meine alten waren ja gebrochen) hab ich die eigentlich nur an/abgeschliffen mit Schleifleinen und dann neu lackiert. Die Farbmarkierung fehlt jetzt (vorerst), das hab ich halt stattdessen in den Unterlagen notiert welche da im Auto stecken. Die eingebauten Federn waren nur oberflächlich etwas angegriffen, hätt ich wirklich Material abtragen müssen hätte ich die nicht genommen.

    Es empfiehlt sich übrigens im Federspanner etwas Gummi/Schaumstoff einzusetzen, sonst verkratzen die Federn sofort (und da fängts dann auch schnell an zu gammeln). Meine Federspanner waren ganz einfache vom großen Fluss, ich glaub da gibts bessere

  30. #30

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    Man hab das hier ne Weile vergessen

    Nach der Schiffshebewerk-Tour gabs ne gründliche Wäsche, das Sonax-(aneblich-)Wachs scheint noch zu funktionieren, die Wassertropfen perlen wunderbar vom Lack runter. Trotzdem braucht der Wagen irgendwann mal ne vernünftige Aufbereitung, Schwarz und mein Perfektionismus sind ein schwieriges Paar.


    Beim Putzen sind mir die Fußmatten aufgefallen, vor allem die mehreren Löcher darin. Weiß jemand was das für welche sind? 2013 bekam der Wagen einen Satz "Textilfußmatten Esprit mit Logo" von IL Motorsport, kommen die Löcher vielleicht von nem dort angebrachten Logo? Ich wüsst schon gerne was da im Fußraum rumfusselt^^ Die IL-Matten gibts online nicht mehr daher kann ichs nicht vergleichen. Hab bei IL gesehen das es zwei verschiedene Original-Fußmatten gibt, muss mich da mal drum kümmern


    In den nächsten Tagen passierte nicht so viel besonderes, hier und da mal eine kleine Spaßrunde, mehr nicht. Auf einen Tipp hin schaute ich dann online nach Motorrad-Routenplanern, bastelte noch etwas an einer gefallenden Route herum und machte mich mal auf den Weg. Von Hamburg Ostwärts raus über Linau und Brunsmark bis nach Kittlitz und dann durch Ratzeburg einmal nördlich um den Ratzeburger See herum bis nach Gut Mustin. Für die volle Route bis runter nach Zarrentin hatte ich an dem Tag leider keine Zeit, als Strafe schickte mich mein Navi beim Abkürzen auf einen Schotterweg im Wald
    Ich bin extra gaaaaanz langsam gefahren damits nicht so staubt, der Gegenverkehr hielt davon wenig
    215km, wunderbare Tour, die Ecke lohnt sich
    Hatte mich tatsächlich aufs Fahren konzentriert, die einzigen Fotos von der Tour gabs westlich vom See an einer verlassenen Tankstelle:


    Die nächste Tour Anfang Mai endete zunächst am Ende der Straße, Maria hatte sich nen Platten eingefangen. Also, so richtig platt. Reifen aufgepumpt, Tauchtest, kein Leck. Ein Sandkorn im Ventil war wohl der schleichende Übeltäter
    Ventil geputzt und wieder zusammengesetzt, Reifen nochmal wieder aufgepumpt, Nachmittags doch noch los, zumindest eine kleine Runde.
    Und dann kam's, kurz nach 6 am 9.5.2022, die 90.000 Kilometer waren voll!

    Mein Vater findets traurig, Wertverlust und so. Das ich den MX nie wieder hergeb hat er noch nicht ganz verstanden Klar ist's irgendwie cool mit der geringen Laufleistung, aber ich fahr den Wagen ja trotzdem.


    Nebenbei hatte ich mich spontan Last-Minute für den Juni beim "Treffen im Norden" angemeldet, mein erstes MX5-Treffen, und plante die Reise dafür.
    Es folgten ein paar weitere kleine Ausfahrten, auch da meine Spiegelreflex nach wie vor Ärger macht größtenteils ohne Fotos. Mitte Mai gabs dann eine Ausfahrt spezifisch um einen "Reparaturversuch" der Kamera zu testen, mit...begrenztem Erfolg. Aber eines der Fotos ist trotz Fokusproblemen ganz nett.


    Und dann rückte das Treffen im Norden auch schon ganz schnell näher....

  31. #31
    Moderator Avatar von Krischan
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    Sehs gerade erst mit dem Permafilm - Das Zeuchs alleine trocknet nicht durch, bzw. hält nicht gut. Erst in Kombi 1:4 Fluidfilm / Permafilm wirds wohl fest und haftet gut auf dem Unterboden.
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  32. #32
    Administrator Avatar von 280ZX
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    Zum Thema Fußmatten, ich habe in Deutschland echt lange nach Fußmatten gesucht, aber hier gibt es nichts Vernünftiges. Habe am Ende das Problem mit Geld gelöst und in den USA Fußmatten bestellt.
    Gruss, Andre

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  33. #33

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    Zitat Zitat von 280ZX Beitrag anzeigen
    Zum Thema Fußmatten, ich habe in Deutschland echt lange nach Fußmatten gesucht, aber hier gibt es nichts Vernünftiges. Habe am Ende das Problem mit Geld gelöst und in den USA Fußmatten bestellt.
    Naja, Mazda Original sollte ja schon passen, nur scheints die nirgends zu geben
    Hab jetzt die hier gefunden, URL sagt NA-NB aber Beschreibung nur NB. Passen also vielleicht auch nicht.
    https://www.prange-shop.de/mazda-mx-...-na-nb-bi.html

  34. #34
    Administrator Avatar von 280ZX
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    Ja, die sind ok, aber maximal mittelmäßige Qualität, wenn man die mit den original Matten aus dem Miata vergleicht. Die sind aber nicht mehr zu bekommen, bzw. viel zu teuer.
    Ich habe mir die Ultimate Floor Mats von Lloyds bestellt, die sind echt gut.
    Gruss, Andre

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  35. #35

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    Aber sind das "echte" von Mazda? Will ja möglichst das haben was es damals beim NA gab

  36. #36
    Administrator Avatar von 280ZX
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    Nein, aber vergleichbar mit den Miata Matten. https://rallyways.com/6863/lloyd-ult...r-mats-review/

    Dein Original ist ja mit dem Bügel und den Felgen schon dahin, da kommt es dann auf die falschen Matten auch nicht mehr drauf an...
    Gruss, Andre

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  37. #37
    Avatar von GAFCOT
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    Zitat Zitat von Max_S Beitrag anzeigen
    Aber sind das "echte" von Mazda? Will ja möglichst das haben was es damals beim NA gab
    Ich habe irgendwo noch die originalen schwarz rot weiß gestreiften von 1990 rumliegen, passen die zu Deinem '94er (von der Mentalität her)?
    Jörg (Kürschrauber)

  38. #38

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    Zitat Zitat von GAFCOT Beitrag anzeigen
    Ich habe irgendwo noch die originalen schwarz rot weiß gestreiften von 1990 rumliegen, passen die zu Deinem '94er (von der Mentalität her)?
    Schwarz-rot von Mazda?

    Ich hab mal bei meinem örtlichen Teiletresen gefragt, der konnte bisher immer helfen, auch wenns Teile nicht mehr gab. Ich glaub die Reise geht dann in Richtung der Matten von IL, vielleicht kommen die schwarzen ja nochmal wieder. Die Bestellung heute ging halt ohne Matten raus.

  39. #39

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    Hab das hier ja irgendwie schleifen lassen

    War vom 3. bis 5. Juni aufm Treffen im Norden, was eine geile Aktion
    Supernette Leute, keine blöden Kommentare von irgendwem für irgendwas (ich wünschte online wäre die Community genauso), Kontakte geknüpft und Andenken bekommen
    Gewohnt hab ich eine gute halbe Stunde (inklusive Fährfahrt) die Küste hoch, das ändere ich beim nächsten Mal vielleicht.
    Highlights der ersten zwei Tage waren wohl die MX5-Kekse und das Mazda-Shirt das mir ein netter Herr vom Schwedischen MX5-Club schenkte. Ist mir zwar 2 Nummern zu groß aber trotzdem cool


    Der dritte Tag vom Treffen war natürlich was extra-besonderes, als wir erstmal halb Bad Schwartau lahmlegten während ein paar Dutzend MX5 in den Marktplatz geschüttet wurden. Die ersten zwei Reihen parkten noch ordentlich, danach wurde es leider etwas chaotisch
    Als alle da waren habe ich mal versucht möglichst viele Autos auf ein Bild zu kriegen:

    Nächstes Jahr muss ich mehr Putzutensilien mitbringen, mein Auto war unrepräsentabel eingesaut

    Wieder daheim ging es dann Ende des Monats bei entspannten 30° auf eine entspannte 240km-Tour, trotz der ständig auf die Haube brennenden Sonne ist Maria selbst im Stop-and-Go nicht übergekocht und kam mit der Hitze besser klar als ihr Fahrer. Trotzdem war der Parkplatz im Schatten sicherlich nicht schlecht für Mensch UND Maschine:


    Auf der Tour verabschiedete sich die Automatikantenne aus dem aktiven Dienst, bei ~15cm war Schluss mit ausfahren. Kurze Diagnose zeigte das ein Großteil des Zahnriemens der Antenne abgerissen war

    Antenne wurde erstmal wieder eingebaut, die Stromversorgung gekappt und ein neuer Stab mit dem Riemen dran bestellt. Dann ging es mit ein paar Freunden von "MX5 Unterwegs" auf eine Tour rund um den Schalsee, eine Tour die wohl schon beim Treffen im Norden angeboten wurde. Ganz entspannt ein paar Stunden der anhaltenden Hitze getrotzt und eine schöne kleine Landpartie durch SH und Meck-Pomm genossen
    Als einziger NA gegenüber 4 NDs braucht die Baujahr-Balance aber noch Arbeit

    Nach den 2 Touren stand erstmal Arbeit an, Kühler und Thermostat wurden prophylaktisch getauscht (verfärbte Kühler neigen wohl zur Rissbildung) da der Wagen für den Ölwechsel eh radlos aufgebockt wurde. Da Mazda derzeit keine Originalteile liefern möchte kommt der neue Kühler von IL, hat OEM-Optik mit einem minimal dickeren Netz aber dafür auch einen integrierten Ölkühler für Automatikgetriebe (wie viele fahren davon eigentlich in D rum? Ich hab bislang 2 gesehen). Neues Öl, neuer Filter, neuer Kühler, neues Thermostat und Kühlmittel. Der neue Kühler lässt die Schaumstoffstreifen des Originals vermissen, vom Teiletresen gabs ein Schulterzucken, also wurde eine verbesserte Lösung gesucht und gefunden.
    Dichter, besser an die Umgebung angepasst, und auch noch Wasserabweisend. Und so falsch schauts gar nicht aus. Fehlen nur noch die Kühleraufkleber.




    Der Ölfilter erwies sich als überaus anhänglich, also musste hier semiprofessionell der Schraubenzieher ran


    Die Antenne wurde ausgebaut, zerlegt, gereinigt, neu geschmiert und mit neuem Stab wieder zusammengebaut, funktioniert 1a. Nur den Stab da das erste Mal einfädeln ist etwas sehr fummelig. Trotzdem wird sie bleiben, ich finds lustig die auf-und-ab fahren zu sehen
    Den Originalzustands-Experten bitte nicht verraten, dass das Schmierfett jetzt grün ist^^


    Auf dem Treffen im Norden hatte ich bei "bist du im Süden auch dabei" etwas zu schnell ja gesagt, also wurde zwischendrin noch eine Reise an den Chiemsee gebucht. Das Treffen mit der Erstbesitzerin kommt leider terminlich nicht zu stande, beim VB entscheidet es sich kurzfristig. Die ganze Tour werd ich auf der Landstraße bestreiten (Autobahn ist langweilig), 10 Tage für rund 2170km inklusive einem Tag beim Treffen. Das wird lustig
    Vorher soll's Ende August ins Weserbergland bzw in den Harz gehen, als "Übung" und um das Treffen in Einbeck mitzumachen, das ist aber noch nicht 100% in Stein gemeißelt.

  40. #40
    Avatar von Topdown
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    Zitat Zitat von Max_S Beitrag anzeigen
    Auf dem Treffen im Norden hatte ich bei "bist du im Süden auch dabei" etwas zu schnell ja gesagt, also wurde zwischendrin noch eine Reise an den Chiemsee gebucht.
    Vorher soll's Ende August ins Weserbergland bzw in den Harz gehen, als "Übung" und um das Treffen in Einbeck mitzumachen, das ist aber noch nicht 100% in Stein gemeißelt.
    Dann sehen wir uns wohl in 2 Monaten am Chiemsee und evtl. auch schon vorher in Einbeck ..... Einbeck ist allerdings bei mir auch noch nicht 100%ig sicher.

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  41. #41

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    Da Maria auch bei kaltem Wetter laut der Anzeige ständig innerhalb von Minuten kurz vor überkochen war (über 50% des Weges von der Mitte zu "heiß") bin ich tatsächlich etwas weniger gefahren, da ich keinen kapitalen Motorschaden riskieren wollte
    Auch Thermostat und Kühler zu ersetzen und das System mehrfach zu spülen hat nix gebracht

    Habe mir dann ein Infrarot-Thermometer organisiert und mal eine vorsichtige Tour nach Rendsburg gemacht. Klar hat das Ding wieder ständig zu heiß angezeigt, ich hab bestimmt 10, eher 15x an verschiedenen Punkten im Motorraum gemessen. Oberflächentemperaturen der Leitungen und Wasserkästen nie auch nur in der nähe von 100°. Hab dann mal oberfläche vs innen messen wollen, also Auto aus und ein paar Momente gewartet vorm Kühlerdeckel aufmachen. Joa, nicht genug Momente. Aua.
    Als kleine Extra-Strafe für die Dummheit hatte ich dann eine eingesaute Front, und dann war die Schwebefähre in Rendsburg auch noch zu.
    "Unvorhergesehene Wartung"



    Es bleibt: Eine schleichend ausfallende Wasserpumpe, oder der letztes Jahr montierte Sensor ist kaputt.
    In endlosem Optimismus also erstmal die Harz-Weserbergland-Reise gebucht um beim Treffen in Einbeck dabei zu sein (Unterkünfte wurden langsam knapp), und einen neuen Temperatursensor bestellt. Dieses Mal Mazda-OEM statt "Nipparts".
    Sensor ersetzt, Kühlsystem wieder aufgefüllt, und mit dem Auto im Leerlauf mal getestet. Und auf einmal kocht der Motor laut Anzeige nicht mehr
    Werde das die Tage nochmal mit ner Testfahrt belegen, aber das Problem scheint wiklich ein Groschenteil gewesen zu sein, am Kühlsystem war nie was
    Nebenbei steigt so langsam die Vorfreude/Nervosität auf die Reise, am 16 gehts in den Harz und dann am 19. rüber nach Einbeck. Ein Test fürs Treffen im Süden im September

    Max

  42. #42

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    Das Wichtigste im Voraus: Das Hitzeproblem war der Sensor, seit dem Wechsel keine Probleme mehr.

    Ende Juli nahm ich das erste Mal am "NbN"-Stammtisch in Norderstedt statt. Wurde als Neuling super aufgenommen, komme gern wieder

    Anfang August, kurz vor der Einbeck-Tour, nochmal an die Fensterheber gemacht. Ein Tipp aus dem Netz: Mazdas Verkabelung war...nicht ideal. Scheinbar fliest zu viel Strom durch die Schalter wodurch diese nach fast dreißig Jahren verrußen und so den Kontakt verschlechtern:

    Die Reinigung brachte aber nicht die erwünschte Besserung beim Tempo, also habe ich danach die Schienen gereinigt, neu gefettet und justiert. Deutlich besser, ein Ausbau/kompletter Ersatz bleibt mir wohl vorerst erspart.

    Wenige Tage vor der Abreise Richtung Harz bekam ich noch einen Termin für ein "Kurzgutachten", da die Versicherung bislang einen Wert in den Akten hatte der von einem 3/4 fertig restaurierten MX5 in 2019 stammte. Also wurde Maria zwei Tage lang geschrubbt und poliert, und die neuen Sticker für den Kühler (ohne Sticker geliefert worden) und Kühlerträger (beim Lackierer verschwunden) wurden aufgebracht.
    Sieht garnicht schlecht aus, und ich mag so kleine Details:


    Und so sauber ist sie selten


    Das Gutachten wurde gerade noch rechtzeitig erstellt, aufgrund der dürftigen Vergleichsmasse setzte der Gutachter auf Wiederherstellungs- statt Marktwert. Passt ja auch, ich geb den Wagen eh nie wieder her

    Schließlich war es soweit, und früh morgens am 16.8. wurde Marias Kofferraum mit allerlei Gepäck beladen, zusammen mit Notrad, Bordwerkzeug, Falteimer und co war der Kofferraum tatsächlich bis oben hin voll. Das Handy diente als Navi, und los gings gen Süden, mit der Anweisung an das Navi Autobahnen komplett zu ignorieren. Der erste planmäßige Stop fiel wegen einer Demo platt aus, der zweite war dann das Geburtshaus meiner Großmutter. Sie freute sich dass das Haus noch existiert, und ich konnte ein altes Foto aus dem Familienalbum mehr oder weniger nachstellen (bei ca 35° hatte ich keine Geduld):
    Mein Großonkel (das kleine Kind) mit dem ersten Auto der Familie...


    ...und mein MX5 am selben Ort, 94 Jahre später.


    In Wernigerode gabs eine verspätete Mittagspause, ich konnte nicht direkt am Bahnhof vorbeifahren und mir nicht die Dampfloks angucken
    Hoch den Berg, und gegen 18:00 stellte ich Maria auf dem Hotelparkplatz ab.
    279km von Hamburg in den Harz, nach dem "Export" aus Bayern 2017 war sie wieder im Gebirge


    Am Folgetag ging es auf Harzrundfahrt, mit einer leicht modifizierten Route aus der Oldtimer Markt Zeitschrift.
    Auf dem Weg lagen zwei sehr beschreibende Orte der ehemaligen DDR (Sorge und Elend, höhö) bevor es den Sieberpass rauf-und wieder runter ging. Scheint nicht zu bekannt zu sein, macht aber riesigen Spaß.
    Von dort gings weiter nach Kelbra, einmal den Kyffhäuserpass hoch und wieder runter. Blieb für mich ein wenig hinter den Erwartungen zurück. Kurz nach dem Wenden auf der Passhöhe ließ ich einen Motorradfahrer vor, dachte der wäre eh gleich auf und davon. Nö, der zockelte den ganzen Weg ins Tal vor mir her
    Nächster Stop war die Bodefurt bei Thale, vermutlich waren mit dieser Art der Ortsanfahrt zu viele Touristen überfordert, heutzutage dürfen nur Anwohner die Furt nutzen und für Besucher gibt es eine Fußgängerbrücke.
    Ein schneller Schnappschuss mit dem Handy musste reichen, die Leute guckten schon böse als das auswärtige Kennzeichen auf die Rampe einbog


    Für die letzten Wegpunkte musste Maria "draußen warten", zuerst ging es zur Rosstrappe bevor, nach der Fahrt über die Rappbodetalsperre, ich mich über die "Titan RT" Hängebrücke direkt daneben traute:

    Mit Höhenangst eher nicht empfohlen^^

    Ein paar Minuten später waren wir wieder am Hotel, immerhin 251km waren bei teils schon störender Hitze dazugekommen. Maria kam mit den Strapazen besser klar als ich

    Ein kleiner Stop gaaaaanz zu Anfang der Runde produzierte eines meiner bislang liebsten Fotos vom Auto, das kleine Auto vor einer relationsnehmenden Wand aus geschlagenem Holz:

    (Es werden sicherlich noch Fotos dazukommen, hab gerade erst angefangen die Fotos vom Urlaub zu prozessieren).

    Die kleine Harzrunde am nächsten Tag brach ich am Mittag früher als geplant ab, einrückender Regen scheuchte mich ins Luftfahrtmuseum während Maria draußen im Regen stand. Das wars dann mit sauber, von da an trug sie ein braunes Fleckenmuster

    Am 19. ging es dann rüber nach Einbeck, am Wochenende stand ja das MX5-Treffen dort an, der Anlass für die ganze Reise.
    Marias Nachbar auf dem Hotelparkplatz wurde am ersten Abend ein Ford 12M, ein Mittelklassewagen der kaum größer ist als das kleine Cabrio von 30 Jahre später


    Im nächsten Post: Weserbergland-Rundfahrt, Unwetter, MX5-Treffen und die Heimreise nach Hamburg

  43. #43
    Avatar von HansHansen
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    Das auf dem Kühler ist doch nicht etwa der preisgünstige No-Name-Deckel von IL Motorsport?
    Do what thou wilt.

  44. #44
    Administrator Avatar von 280ZX
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    Wie immer schön zu lesen.
    Zitat Zitat von Max_S Beitrag anzeigen
    Das Gutachten wurde gerade noch rechtzeitig erstellt, aufgrund der dürftigen Vergleichsmasse setzte der Gutachter auf Wiederherstellungs- statt Marktwert. Passt ja auch, ich geb den Wagen eh nie wieder her
    Darf ich fragen, was das Gutachten ergeben hat? Die Preise für NAs gehen ja durch die Decke und einen Wagen in deinem Zustand findet man ja nur ganz selten. Ich muss für meinen NA auch dringend ein Gutachten machen lassen...
    Gruss, Andre

    Drinking Enthusiast with a Car Problem

  45. #45

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    Zitat Zitat von HansHansen Beitrag anzeigen
    Das auf dem Kühler ist doch nicht etwa der preisgünstige No-Name-Deckel von IL Motorsport?
    Ist er, langt aber. Warum der kam weiß ich nicht, vielleicht ging das Original kaputt oder verloren

    So...wo waren wir, Weserbergland...
    Am Vortag vom Einbecker MX5-Treffen hatte ich mir eine eigene Weserbergland-Runde zusammengegoogelt, mit Hilfe von Oldtimer Markts Reisetipps für die Gegend. Ging auch ganz ok los, bis zur ersten Fähre. Ich saß am Bistro und merk auf einmal wie ganz viele Leute sich Plätze unterm Baum suchen. Und DANACH merk ich das ich ja mit offenem Dach geparkt hatte
    Kleine dusche hat der Innenraum bekommen, hab zum Glück das Dach zugemacht bevors wirklich los ging
    Rechtzeitig zur Überfahrt war dann die Sonne wieder da und es ging ohne Motor mit "Gierseilfähre" über die Weser.
    Ich mag solche kleinen Flussfähren irgendwie

    In den nächsten paar Stunden wechselte sich Regen und Sonne ab, ich bekam echte Routine schnell am Straßenrand das Dach zuzumachen



    Nach 3/4 der Runde kam dann RICHTIG Unwetter und Starkregen, also hab ich den Rest der Runde gecancelt und mich auf den Rückweg nach Einbeck gemacht. 0 Sicht, 2x Aquaplaning, und die halbe Strecke hing mir so eine SUV-Gurke halb im Kofferraum
    Hab das erste mal im Leben beim Autofahren n bisschen Angst gehabt

    Am nächsten Tag morgens pünktlich zum Versammlungspunkt vom MX5-Treffen gefahren, in der Nacht hatte der Regen sich verzogen und wir konnten uns bei bestem Sommerwetter zusammenfinden


    Schließlich gings dann los, mit Polizeieskorte (die Beamten übrigens bester Laune!) quer durch Einbeck auf die Festwiese.
    Ich war eines der ersten Autos die ankamen, war schon cool zurück zur Straße zu laufen und eine minutenlang anhaltende Schlange aus MX5ern zu sehen!


    Ich habe mich übrigens in den folgenden Tagen mal etwas umgehört, es gab absolut keine Beschwerden/negativen Stimmen bezüglich unserer "Invasion". Beste Werbung also für die Auto-Community

    Bei der kleinen Ausfahrt rissen die Gruppen leider nach und nach auseinander und es wurde ein wenig chaotisch, aber das lässt sich bei so einer Fahrzeugflotte (und der kurzen Vorbereitung) wohl nicht vermeiden. Mich hat irgendwann eine NB-Besatzung aus der Gegend "aufgelesen" und ich durfte denen einfach hinterherfahren bis wir den Anschluss wiederfanden. Ich habe es dummerweise verpasst mir die Namen zu notieren und sie sind vor der Ankunft in Einbeck abgebogen, daher konnte ich mich nicht mehr bedanken

    Falls jemand die Besitzer vom NB vor mir kennt: Bitte ausrichten, besten Dank vom planlosen schwarzen NA aus Hamburg


    Das Treffen war super, viele Leute aus der Community kennengelernt, das erste Mal in Person getroffen oder wiedergesehen, auch wenn mein Namens/Gesichtsgedächtnis für die Tonne ist. Sorry
    Außerdem natürlich super positives Feedback zu meinem NA zu kriegen, nachdem er in meiner lokalen Gruppe regelmäßig belächelt/veralbert wird

    Am nächsten Morgen vor der Abreise nach Hamburg gabs einen netten Kontrast zu dem Vergleichsbild mit dem Ford Taunus weiter oben, und zwar mal ein NA vs ein Auto 30 Jahre WEITER (also Gegenwart):

    yikes.

    Auf der Rückfahrt bei bestem Cabriowetter an diesem tragisch-bekannten Ort vorbeigekommen, ich glaube die meisten Wissen was dort vor einigen Jahren geschah:



    Die Reise verlief absolut problemlos, und gab mir ein großes Extra an Vertrauen in den NA auch bei widrigem Wetter oder im Dunkeln, zwei Dinge die ich bisher so gut wie gar nicht "testen" konnte.
    Kleiner, lustiger Wermutstropfen 10 Minuten vorm Ziel:

    Shit. Wortwörtlich.

    Mit der "Übungsreise" erfolgreich abgeschlossen stand dann schon bald das Treffen im Süden an, zu dem ich mich beim Treffen im Norden hatte bequatschen lassen. Zwischendrin gabs noch die Nachricht das Einbeck wohl nächstes Jahr wieder Location eines MX5-Treffens wird, quasi ein neues, kleines, Treffen in der Mitte!

    Nächstes Mal gehts dann schon um das Treffen im Süden, bzw auf jeden Fall den langen Weg von Hamburg dorthin

    Max

  46. #46

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    Die Fähre ist in Hemeln, und die Gedenkstätte müsste Eschede / das ICE- Unglück sein ?

    Carsten

  47. #47

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    NA Restauration

    Hallo Max,
    toller Beitrag, auch toll fotografiert. Viele Bilder der Reparaturen kamen mir sehr vertraut vor.
    Mache an meinem 92"Na, den ich seit 1999 habe, auch alles selbst. Die einzige "Panne" in
    der Zeit waren zwei gebrochene Federn vorn. Der Rest waren Wartungsarbeiten und der
    Austausch von Verschleissteilen. Ich bin aber mit meinem Na, in racing green, noch nie in die
    Waschstrasse gefahren. Auf dunklen Lacken sieht man sofort die feinen Kratzer der Bürsten.
    Beste bremische Grüsse

  48. #48

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    Zitat Zitat von Durango2k Beitrag anzeigen
    Die Fähre ist in Hemeln, und die Gedenkstätte müsste Eschede / das ICE- Unglück sein ?

    Carsten
    Ja die Fähre ist in Hemeln, ist die so bekannt?
    Die in Lippoldsberg hab ich auch mitgenommen

    Und ja das ist die Gedenkstätte vom Eschede-Unglück


    Soooo wo waren wir?

    Nach der Rückkehr ausm Weserbergland gab es noch ein wenig Last Minute Feinschliff an der Route gen Süden, und 2 Wochen nach der Rückkehr aus dem Weserbergland gings auch schon los. "Maria" wurde randvoll beladen, der Beifahrerfußraum musste den "Überschuss" (Jacke und Kühltasche) aufnehmen.
    Neben Gepäck waren Notrad, Wagenheber, Reserveöl, erweitertes Bordwerkzeug und ein Satz Stecksicherungen und Birnen an Bord. Ein Starthilfekabel ließ ich in letzter Sekunde in Hamburg liegen

    Der Plan war komplett Landstraße, Autobahn mit dem NA macht keinen Spaß. Außerdem....das:

    (Die stehen vorne gleichauf)

    Morgens noch bester Laune bei mäßigem Wetter aufgebrochen war schon vor überquerung der Elbe Schluss mit lustig.
    Die Airbaglampe ging an
    Code ausgelesen, ist nix schlimmes, die Sicherung ist raus. Blöd, aber passiert. Reparieren konnte ichs auf die Schnelle nicht, also entweder weiterfahren und blinken lassen oder umdrehen und die ganze Reise canceln.
    Ich fuhr weiter
    Bei Gifhorn war noch bestes Sommerwetter, in Wernigerode kam dann der Regen, und der blieb bis zur Ankunft am Hotel nach 278 weitestgehend ereignislosen Kilometern.

    Tag 2 bot zunehmenden Regen, mit einem Zwischenstopp beim Baumarkt (Isotape gekauft um die Blinklampe notfalls zu überkleben ) kam am Abend kurz vorm Ziel tatsächlich die Sonne raus, gerade rechtzeitig für einen Schnappschuss vor der Faber Castell Fabrik in Nordbayern.
    Ich fing an zu merken, stundenlanges Fahren bei Regen ist etwas anstrengend :|


    Tag 3 ging es das letzte Stück runter bis an den Chiemsee, das Wetter wechselte zwischen Regen, Starkregen und "ich hab unterm Löschflugzeug geparkt".
    Kurz vorm Hotel die nötige Fahrpause genutzt um Maria einmal grob überzuwaschen. Der Regen ist nicht das Problem, die Gischt der anderen Autos, vor allem der LKW, ist allerdings die reinste Dreckbrühe
    Von:


    Zu:

    Sieht aus der Ferne ganz vertretbar aus

    Übrigens fange ich an zu glauben das man nicht "schnell übersehen" wird, man wird im NA mutwillig ignoriert. Jeden Versuch von mir, bei widrigen Bedingungen ein wenig mehr Abstand zu halten nahm jemand als Einladung zum überholen
    Auch ein "typisch bayerisches" Foto konnte ich mir nicht verkneifen, wenn da so eine Kapelle aufm Acker steht:


    Am Hotel fand sich Maria direkt in bester Gesellschaft:

    Später fand sich aufm Hotelparkplatz noch fast ein halbes Dutzend weiterer MX5ler

    Zwar war ich nach über 7h Fahrt reichlich fertig (ich bin solche Touren absolut nicht gewohnt), das erste Abendessen beim Hafenwirt mit anderen MX5lern ließ ich mir aber nicht entgehen
    Mein grottiges Namensgedächnis rächte sich direkt, mich (er)kannten deutlich mehr Leute als ich sie
    Abgesehen von der Airbagleuchte hatte Maria den Weg nach Süden absolut problemlos verkraftet, die Lampe konnte ich vor Ort nicht reparieren.

    Samstagmorgen gings pünktlich zur Gärtnerei im Nachbarort, trotz des relativ subidealen Wetters fanden sich über 220 MX5ler in der Bayerischen Provinz ein. Die Anfahrt hatte sich schonmal definitiv gelohnt


    Und am Nachmittag kam sogar die Sonne raus!



    Ich fand es aber sehr nett das extra für mich norddeutsches Wetter arrangiert wurde

    Nächstes Mal: Der Rest vom Treffen und der erste Teil der Rückfahrt inklusive Besuch beim Vorbesitzer!

  49. #49
    Avatar von Topdown
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    Zitat Zitat von Max_S Beitrag anzeigen
    Wenige Tage vor der Abreise Richtung Harz bekam ich noch einen Termin für ein "Kurzgutachten", da die Versicherung bislang einen Wert in den Akten hatte der von einem 3/4 fertig restaurierten MX5 in 2019 stammte. Also wurde Maria zwei Tage lang geschrubbt und poliert, und die neuen Sticker für den Kühler (ohne Sticker geliefert worden) und Kühlerträger (beim Lackierer verschwunden) wurden aufgebracht.

    Das Gutachten wurde gerade noch rechtzeitig erstellt, aufgrund der dürftigen Vergleichsmasse setzte der Gutachter auf Wiederherstellungs- statt Marktwert. Passt ja auch, ich geb den Wagen eh nie wieder her
    Ich hatte ja schon beim Treffen im Süden mit verschiedenen Leuten das Thema "Wertgutachten" und kann nur jedem, der einen richtig gut erhaltenen oder auch restaurierten und evtl. noch mit reichhaltigem Zubehör ausgestatteten NA/NB besitzt, ein Zeit-Wertgutachten erstellen zu lassen!
    Leider hatte mein NB im Okt. 2021 das Pech, das er einem LKW-Fahrer im Weg stand und dieser sich einfach vom Acker machte
    Zum Glück ist mein Auto Vollkasko versichert und besitzt ein Classic Data Wertgutachten mit 6500,-€ von 2019. Auf Grund des Gutachtens hat der Gutachter meiner Versicherung das Fahrzeug als Reparatur würdig eingestuft und die Versicherung hat ohne Murren den Betrag zur Instandsetzung in Höhe von gut 4000,-€ bezahlt.
    Es waren also gut angelegte 150,-€ für das Gutachten damals im Juli 2019.

    Inzwischen habe ich erneut ein Classic Data Gutachten erstellen lassen......und ja, auch die guterhaltenen NB`s sind im Preis gestiegen und nun befindet sich meiner bei 9000,-€ Wiederbeschaffungswert.


    Nice day Maggie
    www.mx5-freunde-osnabrueck.de
    Geändert von Topdown (19.09.2022 um 22:55 Uhr)
    Life is a game - Play it

  50. #50
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    Zitat Zitat von Max_S Beitrag anzeigen
    Die Airbaglampe ging an
    Code ausgelesen, ist nix schlimmes, die Sicherung ist raus. Blöd, aber passiert. Reparieren konnte ichs auf die Schnelle nicht, also entweder weiterfahren und blinken lassen oder umdrehen und die ganze Reise canceln.
    Du hast ernsthaft darüber nachgedacht, wegen einer blinkenden Airbagleuchte zu canceln??? Gut, dass du trotzdem gefahren bist.
    Gruss, Andre

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